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Landesschau zur Industrie verschoben: Zwickau nicht rechtzeitig fertig

Landesschau zur Industrie verschoben: Zwickau nicht rechtzeitig fertig

Sachsen verschiebt seine Landesausstellung zur Industriekultur. Statt 2018 wird nun ein neuer Anlauf für 2020 angepeilt, wie Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD) gestern mitteilte.

Als Grund gab sie den Zeitverlust an, der nach dem Verzicht Zwickaus entstanden sei. "Unter den eingegangenen Bewerbungen um die Austragung der Leitausstellung fand sich kein Gebäude, das den Anforderungen entspricht", hieß es. Zum einen dürfe der angestrebte Zeitpunkt nicht durch Bauverzug gefährdet sein. Zum anderen müsse die Nachnutzung der Räume feststehen. Für die Ausstellung sind rund 8,5 Millionen Euro veranschlagt. Die Landesschau sollte ursprünglich 2018 im Horch-Hochbau in Zwickau stattfinden, die Stadt stellte aber im Mai 2014 fest, dass die Sanierung nicht wie kalkuliert möglich sei.

Eine Leitschau soll nun von mehreren branchenspezifischen Begleitausstellungen flankiert werden. Dabei sollen das Industriemuseum Chemnitz, das Eisenbahnmuseum Chemnitz-Hilbersdorf, die Tuchfabrik Gebrüder Pfau in Crimmitschau, die Himmelfahrt Fundgrube Freiberg, das Bergbaumuseum Oelsnitz (Erzgebirge) und das Horch-Museum Zwickau eine Rolle spielen. Für die Leitausstellung boten sich mehrere Städte an, doch weder Johanngeorgenstadt, Glauchau, Plauen, Oelsnitz und Aue konnten die Experten überzeugen. Zuletzt war noch Oberlungwitz mit einer ehemaligen Strumpffabrik im Rennen. "Für das Industriedenkmal konnte aber keine sinnvolle Nachnutzung gefunden werden. Das war Voraussetzung dafür, dass die Stadt das Gebäude mit Fördermitteln umbauen kann", hieß es. "Dass sich letztlich kein geeignetes Gebäude für die Leitausstellung gefunden hat, ist schade. Mehr war in der kurzen Zeit nicht möglich", sagte Stange.

"Wir haben auch aus den Erfahrungen vorheriger Landesausstellungen gelernt. Wir wollen eine stärkere Beteiligung und mehr Verantwortung für die Kommunen. Auch muss die angepeilte Zeit sicher erreichbar und darf nicht durch Bauverzug gefährdet sein - damit hatten wir 2011 in Görlitz Probleme." "Zudem muss die Nachnutzung des Gebäudes vorher klar sein. Die war 2004 in Torgau nicht geklärt", erinnerte Stange. "Auch wegen dieser Erfahrungen haben wir uns jetzt für eine Verschiebung bis 2020 entschieden."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.06.2015

Jörg Schurig, dpa

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