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Landesregierung hält an Eintritt für Schlosspark in Dresden-Pillnitz fest

Landesregierung hält an Eintritt für Schlosspark in Dresden-Pillnitz fest

Sachsens Regierung hält am geplanten Eintritt für den Schlosspark Pillnitz in Dresden fest. Das stellten Vertreter der CDU/FDP-Koalition am Mittwoch im Landtag klar.

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Jahrelang wurde diskutiert und gestritten, nun macht der Freistaat ernst. Wer ab April durch den Park von Schloss Pillnitz spazieren will, muss zahlen. Die Verwaltung drücken Pflegekosten.

Quelle: dpa

Finanzminister Georg Unland (CDU) erinnerte daran, dass Sachsen seit 1991 mehr als 400 Millionen Euro in seine Schlösser, Burgen und Gärten investiert habe. Pillnitz habe 35 Millionen Euro erhalten. Trotzdem sei noch viel zu tun. „Ich glaube, es ist gerechtfertigt, wenn wir Besucher beteiligen an den Kosten für die Pflege, den Erhalt und den Schutz dieser Anlagen."

Die Linken warfen der FDP eine Kehrtwende vor - 2005 hätten die Liberalen einen Eintritt selbst noch abgelehnt. Die SPD sprach von einer „Einstiegsdroge" für weitere Kürzungen in der Kultur. Karl-Heinz Gerstenberg, der kulturpolitische Sprecher der Grünen, sprach von einem Irrweg der Landesregierung. „Es geht nicht um zwei Euro, es geht ums Prinzip: Ein jahrhundertealtes Recht des freien Zutritts, das schon zu Königs Zeiten gewährt wurde, wird jetzt der Kommerzialisierung aller Lebensbereiche geopfert", sagte er. Seine Fraktion fürchte, dass der Eintritt künftig immer weiter steigen werde. Der Barockgarten Großsedlitz sei dafür das beste Beispiel.

Die Ankündigung, den Parkeintritt in Pillnitz künftig kostenpflichtig zu machen, hatte unter Besuchern, Anwohnern und Händlern für große Aufregung und viel Ärger gesorgt. Die Parkverwaltung hatte die Pläne mit zu knappen Landeszuschüssen begründet. Es gebe einen erheblichen Pflegerückstand im Park. Ohne die zusätzlichen Mittel werde es künftig einige Abstriche geben.

Linke, Grüne und der SPD im Dresdner Stadtrat wollen derweil mit einem interfraktionellen Antrag die Oberbürgermeisterin beauftragen, beim Freistaat weiter für den kostenfreien Eintritt zu kämpfen. „Die Entscheidung des Freistaates Sachsen, Eintritt für den Schlosspark Pillnitz zu erheben, ermöglicht vergleichsweise geringe Einnahmen für den Freistaat Sachsen, beeinträchtigt jedoch die Interessen der Landeshauptstadt Dresden erheblich", argumentiert der SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Lames.

„Die erste Bürgerversammlung vor Ort hat eins eindrucksvoll bewiesen: Die Dresdnerinnen und Dresdner wollen, dass ihre großen Parks weiterhin ohne Einschränkungen für alle offen stehen und sie wollen nicht durch eine Landesbehörde vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Die Oberbürgermeisterin sollte deshalb diese Dresdner Position auch gegenüber dem Land sehr deutlich machen und über das Ergebnis ihrer Bemühungen öffentlich berichten", ergänzt die Grünen-Vorsitzende Christiane Filius-Jehne.

Ab April soll der Eintritt in den bisher kostenlosen Park zwei Euro pro Person kosten, ermäßigt einen Euro. Um die Kosten für Anwohner abzufedern, ist eine Jahreskarte für acht Euro angedacht.

dpa / sl

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