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Landesbühnen Sachsen kündigen 16 Premieren an – Regen vermiest Bilanz

Landesbühnen Sachsen kündigen 16 Premieren an – Regen vermiest Bilanz

Radebeul. Die Landesbühnen Sachsen haben für die neue Spielzeit 16 Premieren angekündigt. Dazu zählen drei Uraufführungen. Zugleich plagen das Theater mit Sitz in Radebeul weiter Sorgen um die Zukunft seines Orchesters.

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Aufführung des Ölprinz auf der Felsenbühne Rathen.

Quelle: PR

Die Unruhe im Haus sei „intensiv", sagte der amtierende Intendant Till Wanschura am Montag in Radebeul.

Bei den Landesbühnen stehen strukturelle Veränderungen an, das Orchester soll mit der Neuen Elblandphilharmonie fusionieren, was einen Stellenabbau zur Folge hat. Die Pläne sind umstritten. Derzeit gibt es in beiden Orchestern 104 Musiker, bisher ist Wanschura Geld für 72 Stellen in Aussicht gestellt. „Ich hoffe auf eine einvernehmliche Lösung", sagte der Vize-Intendant, der zugleich als Kaufmännischer Direktor des Mehrspartentheaters amtiert.

Die Landesbühnen sollen aus der Obhut des Landes entlassen und ab August 2012 als GmbH geführt werden. Zugleich ist das Theater aufgefordert, mehr als Reisetheater zu agieren. Der frühere Intendant Christian Schmidt hatte deshalb seinen Abschied genommen, er wird durch Manuel Schöbel ersetzt, der derzeit das Mittelsächsische Theater Freiberg/Döbeln leitet. Unklar ist, ob er sein neues Amt in Radebeul vor Sommer 2012 und damit vorzeitig antreten kann.

Die Stadt Radebeul beteiligt sich mit Beginn der neuen Spielzeit erstmals an der Finanzierung des Hauses. Damit habe die Kommune das Recht erworben, die Landesbühnen auch als ihr Stadttheater zu betrachten, formulierte Chefdramaturg Karl-Heinz Möller am Montag. Allerdings hatte das Ensemble auch schon in der Vergangenheit in anderen Städten des Freistaates gespielt. Im Sommer agieren die Radebeuler auf der Felsenbühne Rathen in der Sächsischen Schweiz. Wanschura sprach von „einem Fluch und Segen". Denn wenn Petrus nicht mitspiele, müssten mitunter ganze Vorstellungen abgesagt werden.

Tatsächlich hat der Regensommer 2010 der Felsenbühne die Bilanz verhagelt. Während in der Spielzeit zuvor insgesamt 185 000 Besucher die Aufführungen in allen Spielstätten besuchten, waren es in der letzten Saison nur 163 000. In erster Linie geht das Minus auf die Zahlen aus Rathen und den Wegfall einer Bühne in Dresden zurück. Für die „Zwingerfestspiele" von Dieter Wedel mussten die Landesbühnen ihr langjähriges Sommerdomizil im Zwinger aufgeben.

In der neuen Spielzeit bietet das Theater neben Klassikern aus Oper und Schauspiel auch zwei Ballette und neue Stücke. Dabei lässt man sich von der „russischen Seele" inspirieren. Tschaikowskis Oper „Eugen Onegin" und sein Ballett „Dornröschen" werden neu inszeniert, das Schauspiel steuert „Drei Schwestern" von Anton Tschechow bei - und das Orchester hat eines seiner fünf Sinfoniekonzerte „Guten Morgen Russland" genannt.

dpa

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