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Kunstsammlungen kaufen Kokoschka-Bild für Dresdner Albertinum an

Kunstsammlungen kaufen Kokoschka-Bild für Dresdner Albertinum an

Bedeutende Erwerbung für Dresden: Nach 77 Jahren hat die Dresdner Gemäldesammlung wieder ein Werk von Oskar Kokoschka (1886-1980) im Bestand. Das 1921 in der Elbestadt in Öl gemalte Kinderporträt „Gitta Wallerstein“ wurde aus deutschem Privatbesitz von den Staatlichen Kunstsammlungen (SKD) angekauft.

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Quelle: dpa

Generaldirektor Hartwig Fischer bestätigte am Freitag die „hocherfreuliche“ Erwerbung des Bildes für die Galerie Neue Meister.

Das 85 mal 60 Zentimeter große Ölgemälde hängt bereits seit 2005 als Leihgabe im Albertinum. Der Kaufpreis von 2,6 Millionen Euro wurde vom Freistaat sowie der Kulturstiftung der Länder und der Ernst von Siemens Kulturstiftung finanziert. Mit „Gitta Wallerstein“ gewinnt die Gemäldegalerie nach Jahrzehnten erstmals wieder ein kostbares Hauptwerk des Expressionisten, der 1916 bis 1923 in Dresden arbeitete und lehrte. Zudem kehrt damit ein Kokoschka-Bild nach 93 Jahren an den Entstehungsort zurück. Bis zur Beschlagnahmung im Zuge der Nazi-Aktion „Entartete Kunst“ 1937 befanden sich sechs Werke des Expressionisten und Gustav Klimt-Schülers im Bestand, die einen Höhepunkt in der damals modernsten Sammlung darstellten. Sie sind heute in Museen in Washington, Duisburg, Eindhoven, Essen und Stuttgart sowie in Privatbesitz.

Die Porträtierte war die Tochter des Berliner Kunsthändlers Viktor Wallerstein, der für Kokoschkas Galeristen Paul Cassirer arbeitete. Die Zehnjährige stand dem Expressionisten nach ihren Erinnerungen bei einem Besuch mit dem Vater im März 1921 im Atelier in der Dresdner Kunstakademie Modell. Der Künstler assoziierte im Hintergrund des Mädchens die Brühlsche Terrasse und die Elbe. Wallerstein (1910-2009) wurde später Tänzerin, war Solistin an der Berliner Staatsoper und Mitglied der Tanzgruppe von Trudi Schoop in Zürich. 1939 emigrierte sie in die USA, ab 1950 lebte sie in New York. Um den Ankauf hatten sich die SKD seit Jahren bemüht.

„Es ist ein für Dresden wichtiges Werk“, sagte die Kustodin der Galerie Neue Meister, Birgit Dalbajewa. Kokoschka habe es auf dem Höhepunkt seiner Dresdner Zeit geschaffen, es sei Ausdruck seiner farbintensiven, leuchtenden und kontrastreichen Malerei. „Das Besondere ist das Blau des Himmels, das sich in großen Kinderaugen spiegelt“, erklärte Dalbajewa. „Das leuchtende Blau ist typisch für Kokoschkas Dresdner Phase.“ Es gebe nur noch wenige Gemälde dieser Qualität, die sich nicht in Museen befinden. „Fast die gesamte Dresdner Produktion ist in Privatbesitz.“

dpa

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