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Kunstgewerbemuseum in Dresden-Pillnitz zeigt Stücke aus Deutschen Werkstätten Hellerau

Kunstgewerbemuseum in Dresden-Pillnitz zeigt Stücke aus Deutschen Werkstätten Hellerau

Romantisches und Grafisches: Seit dem Zweiten Weltkrieg verschollene Tapetenentwürfe namhafter Möbeldesigner des 20. Jahrhunderts werden ab Sonntag im neuen Schaudepot des Dresdner Kunstgewerbemuseums gezeigt.

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In einem Depot des Kunstgewerbemuseums Dresden sind bisher verschollen geglaubte Tapetenentwürfe des frühen 20. Jahrhunderts für die Deutschen Werkstätten Hellerau entdeckt worden.

Quelle: Stephan Lohse

„Es sind die ersten sechs Exemplare, die wir restauriert haben“, sagte der kommissarische Direktor des Museums im Schloss Pillnitz, Peter Plaßmeyer, am Freitag. Insgesamt 90 Muster waren im Mai im Depot entdeckt worden. Die Ideen der Architekten und Designer Richard Riemerschmid, Adelbert Niemeyer und Bruno Paul ergänzen die bisher größte Präsentation von Inneneinrichtungen aus der Produktion der Deutschen Werkstätten Hellerau von den Anfängen 1898 bis in die 1970er Jahre.

Besucher können bei Führungen einzelne Möbel, aber auch ganze Raumeinrichtungen betrachten. Zu den Exponaten gehören Riemerschmids entworfenen Maschinenmöbel, Schränke der „Wachsenden Wohnung“ von Bruno Paul und Teile der „Billigen Wohnung“ von Gustav Adolf Schneck. Auch Klassiker des DDR-Designs wie die MDW-Wand oder der Armlehnstuhl von Selman Selmanagic sind arrangiert. Dazu kommen Keramik, Textilien und Leuchtobjekte, die für Hellerau angefertigt wurden. Das Dresdner Museum besitzt mit mehr als 150 Objekten eine der größten Sammlungen von Design aus den Deutschen Werkstätten.

Die Tapetenentwürfe wurden in verschiedenen Fabriken hergestellt, berichtete der Museumschef. Rote und blaue Blumen, rosa-weiße Rauten auf hellblauem Grund und pinkfarbene Streifen mit lila Libellen stellen einen lebendigen Kontrast zu puristischen Schränken, Tischen und Stühlen dar. „Die Bandbreite reicht bis zu exotischen Mustern, in denen sich Papageien tummeln.“ Die großformatigen farbigen Studien waren zum Schutz vor Zerstörungen im Krieg in Plakatduplikate gehüllt und zu dicken Rollen verpackt worden. Sie sollen restauriert und erforscht werden - auch etwa 30 Exemplare mit Rissen und Schimmel.

dpa

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