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Kunstgewerbemuseum Dresden öffnet - Kriegsverluste gefunden

Kunstgewerbemuseum Dresden öffnet - Kriegsverluste gefunden

Überraschender Fund in Schloss Pillnitz: In einem Depot des Kunstgewerbemuseums Dresden sind bisher verschollen geglaubte Tapetenentwürfe des frühen 20. Jahrhunderts für die Deutschen Werkstätten Hellerau entdeckt worden.

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In einem Depot des Kunstgewerbemuseums Dresden sind bisher verschollen geglaubte Tapetenentwürfe des frühen 20. Jahrhunderts für die Deutschen Werkstätten Hellerau entdeckt worden.

Quelle: Stephan Lohse

„Das ist ein absolut sensationeller Fund, die Arbeiten galten als Kriegsverluste“, sagte Museumsdirektor Peter Plaßmeyer am Montag vor dem Saisonauftakt am 1. Mai.

Das zu den Staatlichen Kunstsammlungen gehörende Museum ist nur im Sommer geöffnet. Die Dauerausstellung wurde um Neuerwerbungen und Objekte ergänzt und umgestaltet. Nach einjähriger Zwangspause kann dank gelungener Finanzierung mit Hilfe des Freundeskreises die Konzertreihe „Musik im Wasserpalais“ fortgesetzt werden. Die wiederentdeckten 90 Tapetenentwürfe waren während des Zweiten Weltkrieges ausgelagert und zogen unentdeckt vor Jahren mit dem Depot ins Schloss Pillnitz um.

„15 bis 20 davon konnten wir anhand unserer Inventarnummern identifizieren“, sagte Plaßmeyer. Die großformatigen, farbigen Studien, darunter Ideen der Architekten und Designer Richard Riemerschmid, Bruno Paul und Johannes Niemeyer, mussten erst aus verklebten Ballen gelöst werden. „60 sind in sehr gutem Zustand, 30 von Schimmel befallen und restaurierungsbedürftig.“ Plaßmeyer will schon im Spätsommer einige Stücke präsentieren. Die Tapetendesigns passen teils zu Hellerauer Möbeln, Raum- Einrichtungen und Kunsthandwerk in der Sammlung, sagte Plaßmeyer. Gemeinsam mit den Deutschen Werkstätten solle eine separate Galerie mit den Möbeln, Ensembles, Tapeten, Keramik und Metallarbeiten eingerichtet werden.

Mangels Personal kündigte Plaßmeyer für 2012 zwei kleine Präsentationen an - statt großer Ausstellungen - sowie Novitäten in der Dauerausstellung. Das 1876 entstandene Museum befindet sich seit 1962 im früheren Lustschloss August des Starken (1670-1733) in Pillnitz. Das als Sommersitz erbaute Ensemble kann nicht beheizt werden und bleibt von November bis Ende April geschlossen.

Das ehemalige Rittergut hatte Kurfürst August II. 1706 seiner Mätresse Gräfin Cosel geschenkt und nach deren Verbannung 1718 zurückgenommen. Im Zweiten Weltkrieg diente es als Auslagerungsort für Kunstschätze. In Wasser- und Bergpalais sind Kunsthandwerk und Design vom Mittelalter bis in die Gegenwart zu sehen, auch Möbel und Stücke der Hofsilberkammer. 2011 kamen knapp 30 000 Besucher.

dpa

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