Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Google+
Kulturkraftwerk Dresden braucht neuen Namen

Kulturkraftwerk Dresden braucht neuen Namen

Das Kulturkraftwerk darf nicht Kulturkraftwerk heißen. Es wird jetzt offiziell nur noch als "Kraftwerk Mitte Dresden" bezeichnet. Das teilte die Kommunale Immobilien Dresden GmbH und Ko.

KG (KID), die für den Bau zweier Theater im ehemaligen Kraftwerk Mitte verantwortlich ist, jetzt den Stadträten mit. Grund: Der Begriff Kulturkraftwerk darf aufgrund markenrechtlicher Bestimmungen in Dresden nicht verwendet werden.

Im schönen Städtchen Goslar im Harz gibt es schon seit 2004 das "Kulturkraftwerk HarzEnergie". Auch dort wurde eine Industriebrache in eine Spielstätte für Kleinkunst umgewandelt. Recht erfolgreich - das Kulturkraftwerk im Harz wird als eine der renommiertesten Kleinkunst-Spielorte Deutschlands bezeichnet. Auch wenn es nur 199 Zuschauern Platz bietet und damit wesentlich kleinere Dimensionen als das Dresdner Kulturkraftwerk aufweist.

Als die Goslaer ihre Spielstätte Kulturkraftwerk nannten, bekamen sie Ärger mit der Band "Kraftwerk", die sich diesen Begriff hatte schützen lassen. Schließlich wurden sich Goslar und "Kraftwerk" einig und das "Kulturkraftwerk HarzEnergie" war legalisiert. Aber nur in Goslar. In Dresden ist der Begriff ein Tabu.

Ob nun Kulturkraftwerk oder einfach nur Kraftwerk Mitte Dresden - am 1. Dezember 2016 sollen die Staatsoperette und das Theater Junge Generation ihre neuen Spielstätten im Herzen der Stadt beziehen. So sieht es der Zeitplan für das Bauvorhaben vor, den die KID jetzt vorgelegt hat. Demnach soll der Bauantrag für die Spielstätten am 14. März 2014 eingereicht werden. Für Mitte Mai 2014 rechnet die KID mit der Teilbaugenehmigung für Erdarbeiten, im Juni 2014 soll die komplette Baugenehmigung vorliegen.

Der Aushub der Baugrube soll bis Ende Juli 2014 abgeschlossen sein, die Rohbauarbeiten dauern laut Plan bis August 2015, der Innenausbau bis August 2016. Ab Ende November 2016 soll der Probebetrieb der Theater in ihrer neuen Spielstätte beginnen.

Gute Nachrichten gibt es für die Drewag-Stadtwerke, die mehrere Gebäude auf dem Gelände des Kraftwerks Mitte sanieren und für Unternehmen der Kreativwirtschaft ausbauen. Dafür fließt noch in diesem Jahr eine Million Euro zusätzliche Fördermittel von der Sächsischen Aufbaubank, wie Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) jetzt im Finanzausschuss des Stadtrates bekanntgab. Die Stadt hatte für die Sanierung Mittel aus dem Förderprogramm Stadtumbau Ost beantragt, die aber auf 180 000 Euro zusammengestrichen worden waren, weil das Programm völlig überzeichnet ist. Jetzt werden Mittel, die andere Kommunen nicht verbauen können, in das Kraftwerk Mitte Dresden umgeleitet.

Thomas Baumann-Hartwig

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.12.2013

Thomas Baumann-Hartwig

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur News

Entwirren Sie mit schnellem Auge und flinkem Geist den Buchstabensalat des Rätselspiels! Hier kostenlos im Spieleportal von DNN.de spielen! mehr