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Kulturaussschuss Dresden freigiebig: Insolvenz des Heinrich-Schütz-Konservatoriums wohl abgewendet

Kulturaussschuss Dresden freigiebig: Insolvenz des Heinrich-Schütz-Konservatoriums wohl abgewendet

Der Kulturausschuss des Dresdner Stadtrates hat am Montagabend mit breiter Mehrheit für eine Erhöhung von Kulturausgaben in der Landeshauptstadt votiert. Wichtigstes Ergebnis ist der voraussichtliche Ausgleich des vom Heinrich-Schütz-Konservatorium für 2013 angemeldeten Fehlbedarfs von 372 000 Euro.

Die drohende Insolvenz (DNN berichteten) scheint damit abgewendet, wenn der Finanzausschuss und der Stadtrat voraussichtlich am 13. Dezember diesem Votum folgen.

Die Finanzierungslücke war durch sinkende Landeszuschüsse und steigende Personalkosten trotz Haustarifs entstanden. Der Geschäftsbereich Kultur wollte nur maximal 150 000 Euro umschichten. Kulturbürgermeister Ralf Lunau hatte dem Konservatorium vorgeworfen, ein Personalkonsolidierungskonzept nicht konsequent umzusetzen. Lunau ist selbst stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Trägervereins. Am vergangenen Donnerstag protestierten etwa 150 Schüler, Eltern und Lehrkräfte vor dem Interims-Ratssaal auf der Königstraße mit Liedern gegen die drohenden Leistungseinschränkungen beim Schütz-Konservatorium.

Nun äußerte Geschäftsführerin Kati Kasper "große Freude" über das positive Votum des Kulturausschusses, der seine hundertprozentige Unterstützung für das Konservatorium bekräftigt habe. Sie hoffe nur, dass dieses Signal auch auf die ausstehenden beiden Entscheidungen ausstrahle. Sollten diese wie erwartet ausgehen, erwäge man eine öffentliche Danksagung an die Stadträte.

Auf Antrag der Bündnisgrünen stellte der Kulturausschuss außerdem die Weichen für weitere Projekte und Zuschusserhöhungen. Im anstehenden Doppelhaushalt 2013/14 sollen die jährlichen Zuwendungen für die Stiftung Deutsches Hygiene-Museum um 100 000 und die Zuschüsse für das Societätstheater um 50 000 Euro steigen. Für das Kraszewksi-Museum werden je 35 000 Euro eingestellt, für Kunst im Öffentlichen Raum je 100 000 Euro. Weitere 50 000 gehen in die allgemeine institutionelle und Projektförderung, die Bibliothek Neustadt erhält 46 000 Euro Umzugsbeihilfe. Die plötzliche Freigiebigkeit wurde möglich, weil insgesamt 1,46 Millionen Personalkosten für die Staatsoperette zu hoch angesetzt waren und zur Verteilung anstanden. Christiane Filius-Jehne, kulturpolitische Sprecherin der Bündnisgrünen, freute sich, dass "über die Fraktionen hinweg so konstruktiv gearbeitet wurde". Michael Bartsch

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.11.2012

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