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Kulturausschuss Dresden: Stesad soll Feuerwache entwickeln

Kulturausschuss Dresden: Stesad soll Feuerwache entwickeln

Der Kulturausschuss des Stadtrates ist der Verwaltung am Dienstagabend gründlich in die Parade gefahren und hat eine Beschlussvorlage zur Feuerwache Katharinenstraße völlig umgekrempelt.

Die Verwaltung wollte das städtische Gebäude zur Vergabe mit einem Erbbaurecht zum "Zwecke der Nutzung durch Einrichtungen der Kultur- und Kreativwirtschaft" ausschreiben. Die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit (RGR) unterstützt zwar den Nutzungszweck, nicht aber Art und Weise der Ausschreibung. "Das ist völlig konzeptionslos", so SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Lames, "das ist mit uns nicht zu machen."

Stattdessen, so beschloss es der Ausschuss mehrheitlich, soll es wieder einmal die stadteigene Stesad GmbH richten. "Wir wollen den Vertretern der Kultur- und Kreativwirtschaft einen Partner an die Hand geben, der sich mit der Entwicklung von Immobilien auskennt", erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende die Intention des Beschlusses. Auf eine von der Verwaltung vorgeschlagene Ausschreibung hin hätte es wohl keine Bewerber gegeben, mutmaßt er. "Dann wird das Gebäude am Ende doch noch verkauft, wie es die Verwaltung ursprünglich geplant hat."

Was eine vertane Chance wäre, wie Torsten Schulze meint, wirtschaftspolitischer Sprecher der Grünen. "Es gibt einen großen Bedarf an bezahlbaren Büros und Ateliers für die Kultur- und Kreativwirtschaft. In der Feuerwache könnte etwas entstehen." Rund 1200 Quadratmeter Nutzfläche bietet das baufällige Gebäude in der Neustadt. Bis September werde die Stesad die Bausubstanz analysieren und ein Konzept vorlegen, wie mit wenig Aufwand ein nutzungsfähiger Zustand erreicht werden kann.

"Dazu brauchen wir einen Profi, das kann niemand im Ehrenamt leisten", findet Stadträtin Jacqueline Muth von den Linken. Die Stesad sei seit 1994 in der Äußeren Neustadt als Sanierungsträger aktiv und kenne sich mit den Gegebenheiten aus. Wenn die Feuerwache zu einem Erfolgsmodell werde, so Schulze, könne die Stadt auch neue Überlegungen für die Spielstätten von Theater Junge Generation und Staatsoperette anstellen. Die Bühnen ziehen Ende 2016 ins Kraftwerk Mitte um, die Häuser in Cotta und Leuben stehen dann leer.

RGR habe 50 000 Euro pro Jahr für die Atelierförderung in den Kulturhaushalt geschrieben und dazu noch einmal 50 000 Euro Fördermittel jährlich für den Ausbau von Kreativräumen in den Etat von Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). Für den Aufbau einer Datenbank, in der die Raumangebote für Kultur- und Kreativwirtschaft erfasst werden sollen, stünden 40 000 Euro zur Verfügung. "Wir haben aber noch nichts darüber vernommen, dass mit dem Geld eine strukturierte Arbeit aufgebaut wurde", kritisiert Schulze.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.06.2015

Thomas Baumann-Hartwig

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