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Kritik der Marketing-Chefin: Forsythe taucht mit Namen Dresden nicht auf

Kritik der Marketing-Chefin: Forsythe taucht mit Namen Dresden nicht auf

"Die Marke Dresden wird bislang nicht von der Forsythe-Company transportiert", kritisiert Bettina Bunge. Die Chefin der städtischen Dresden Marketing GmbH (DMG) ist im September im Kulturausschuss des Stadtrates, um darüber zu berichten, was die Tanz-Company des US-Amerikaners William Forsythe zur Vermarktung der Stadt Dresden beitragen kann.

Dresdens Kulturbürgermeister Ralf Lunau (parteilos) wollte über eine Vertragsverlängerung mit dem Avantgarde-Tänzer und Choreografen noch vor der Sommerpause entscheiden, scheiterte aber auf Initiative der SPD-Fraktion an den beiden Fachausschüssen Kultur und Finanzen. Grundsätzlich werde die Fortführung des Vertrages mit der Tanz-Company von Forsythe begrüßte, hieß es im gemeinsamen Beschluss der Ausschüsse. Doch folgten die Gremien den Anträgen von Grünen, Linken und CDU, das Wirken von Forsythe konstruktiv auf den Prüfstand zu stellen. Schließlich gehe es um einen Jahres-Stadt-Zuschuss von 1,5 Millionen Euro plus knapp 180 000 Euro Übernachtungskosten. Jetzt soll der Stadtrat am 18. Oktober entscheiden.

Bis 30. September soll die Stadt eine Auswertung darüber vorlegen, wie Forsythe mit den Schulen in Dresden sowie auf das Europäische Zentrum Hellerau und die kulturelle Profilierung der Stadt als Zentrum des modernen Tanzes gewirkt hat und wie durch Forsythe das Stadtmarketing gestärkt werden kann. Zum Thema Stadtmarketing hat sich DMG-Chefin Bunge nun bereits gegenüber DNN geäußert. Derzeit sei Forsythe weder auf Plakaten in Dresden noch sonstwie im Stadtmarketing präsent. Anders als Intendant Jan Vogler von den Dresdner Musikfestspielen als bekanntestes ostdeutsches Klassikfestival spiele Forsythe in der breiten öffentlichen Wahrnehmung kaum eine Rolle. Auch vermisst Bunge ein systematisches Kultur-Controlling, um nachprüfen zu können, nach welchen Kriterien Geld ausgegeben wird und welche Effekte damit erzielt werden. Forsythe passe sehr gut zum Image Dresdens als Kunst- und Kulturstadt, doch gebe es zu wenig Verknüpfungen mit der Stadt. "Da könnte viel mehr geschehen als bisher", sagt Bunge. Ralf Redemund

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.08.2012

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