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Kristofer Åström kommt mit Band und neuen Platten in den Dresdner Beatpol

Konzert Kristofer Åström kommt mit Band und neuen Platten in den Dresdner Beatpol

Kristofer Åström macht elektrifizierten oder akustisch dominierten Geradeaus-Rock mit Kraft, Körnchen und Aufrichtigkeit, lugt wieder hin zum balladesken Folk oder zum grundfesten Americana. Am Sonntag spielt er im Beatpol.

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Kristofer Åström

Quelle: PR

Dresden. Das Material, mit dem Kristofer Åström am Sonntag wieder nach Dresden kommen wird, ist jetzt komplett. Besser, es ist verfügbar. Die bislang letzte CD heißt „The Story Of A Heart’s Dicay“ (Startracks) und stammt vom Februar dieses Jahres. Die nachfolgende EP „Pipe Dream“ (Startracks) mit vier weiteren neuen Songs erscheint just am heutigen Freitag. 14 neue Lieder insgesamt, die das ohnehin üppige Repertoire des Schweden aus sieben früheren Studioalben stimmig ergänzen. Und wieder steht Åström damit „mitten auf der Straße“, macht elektrifizierten oder akustisch dominierten Geradeaus-Rock mit Kraft, Körnchen und Aufrichtigkeit, lugt wieder hin zum balladesken Folk oder – besonders auf der EP – zum grundfesten Americana.

Der Arbeit am neuen (langen) Album gingen Restriktionen voraus. Kein Instrument und kein Mikrofon, so heißt es, sollte nach 1978 gebaut worden sein (spitz formuliert, könnte das auch auf die Zuhörer zutreffen…). Länger als sieben Tage wollte man sich nicht im Studio aufhalten, um das vorgedachte und -gefühlte Material nicht verdampfen zu lassen, es im Frischebad zu schwenken und nur kurz auszuschütten. Kristofer Åström und seine fünfköpfige Band hielten sich daran. Der Chef sagt: „Ich hatte immer Lieder in mir. Eine Schreibblockade kenne ich nicht. Für mich hat es damit zu tun, sich niemals mit dem Herauszögern oder einer allzu bequemen Position im eigenen Schreiben zu beschäftigen, neue Pfade zu finden, egal wie schmal sie auch sein mögen. Auf dieser Platte wollte ich jeden Song so gut machen, wie keiner zuvor gewesen ist. Definitiv, was die Texte anbelangt, aber auch in Sachen Musik. Ich denke, ich bin nah dran damit.“ Das Zitat ist nur mit einem nachfolgenden spitzbübischen Lachen korrekt wiedergegeben, denn es endet auf „Hahaha“…

Recht hat er: Diese Lieder entstammen hörbar einem jetzt 41-Jährigen, der sich sehr genau kennt. Der weiß, dass die Balance wirklich nur auf einer dünnen Linie zu finden ist, wie er im ersten Stück beschreibt: „Ich habe meinem Leben einen Neuanfang verordnet, um an einen guten Ort zu gelangen. Ich wollte niemals zurückgehen, dort wo Niederlagen und Verletzungen waren. Wir balancieren auf einer dünnen Linie.“

Åström kommt vom Hardcore, er weiß also, was es heißt, Gegenwinde auszuhalten. Fireside hieß seine Formation in den Neunzigern. Immer wieder thematisierte er auf den nachfolgenden Soloalben, auch mit der temporär-festen Band Hidden Truck, das Innehalten, die Einkehr, Geduld, kleine Abschiede. Angst vor Melancholie? Kennt Åström nicht. Mal war er spartanischer unterwegs, in kleinen Besetzungen zur Gitarre, mal dampfender mit großen. Seine volle Stimme hielt beidem stand. Gern holte er sich auch Frauen als Gesangspartnerinnen hinzu: Britta Persson, jetzt Therese Johansson.

Da es höchstwahrscheinlich wieder nichts zu werden scheint in diesem Jahr mit einem Konzert von Bruce Boss, Jackson Browne oder John Mellencamp im Beatpol, wird Kristofer Åström erneut sehr willkommen sein. Keinerlei Abwertungen liegen in diesem Satz, höchstens Komplimente. Da kommt kein Ersatzmann, da kommt ein Teamplayer.

Kristofer Åström & Band, Vorprogramm: The Leaving, Sonntag, 21 Uhr, Beatpol

Von Andreas Körner

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