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Kreative wollen mehr Mitsprache beim Kraftwerk Mitte

Kreative wollen mehr Mitsprache beim Kraftwerk Mitte

Kurz vor der Grundsteinlegung für die beiden Theater im Kraftwerk Mitte treten Unternehmen der Kreativwirtschaft auf den Plan. Die IG Kraftwerk Mitte fordert die Dresdner Oberbürgermeisterin in einem Brief auf, den Standort für die Kreativwirtschaft konsequent zu entwickeln und die Vertreter der Branche mit der Drewag als Grundstücksbesitzer und der Stesad als Bauherr der Theater an einen Tisch zu holen.

"Nachdem die Theater in trockenen Tüchern sind, ist es nun an der Zeit, dass ernsthaft begonnen wird, über die Ansiedlung der Kreativwirtschaft nachzudenken", fordert Jana Betscher von der Medien Verlags GmbH, eine Sprecherin der Interessengemeinschaft (IG). Seit vier Jahren treibe die IG, der etwa 70 größere und kleinere mittelständische Firmen angehören, die Ansiedlung mit Ideen, Vorschlägen und vielen Gesprächen voran. Bisher jedoch ohne konkrete Ergebnisse. Auf Grund fehlender Planungssicherheit hätten sich schon einige Unternehmen anderweitig orientiert, so Betscher. Die IG kritisiert zum einen fehlende transparente und nachhaltige Planung, zum anderen die von der Drewag kommunizierten hohen Mieten für die Büroräume, "die keinerlei Schnittmenge mit den Marktverhältnissen aufweisen. "Möglich wäre die Grundstücksübertragung im Rahmen eines Erbbaupachtvertrages", schlägt die IG dagegen in dem Schreiben an die OB vor.

Schützenhilfe bekommt sie von den Grünen. "In der Tat fehlt bisher eine transparente und nachhaltige Planung", äußert sich Christiane Filius-Jehne von der Stadtratsfraktion der Bündnisgrünen. Sie fordert die OB zum Handeln auf, "damit nicht wichtige Chancen hinsichtlich der Entwicklung des Areals vertan werden".

Seitens der Stadt sieht man jedoch kei- nen verstärkten Handlungsbedarf: Die Ansiedlungspläne der Drewag mit ihren baulichen und wirtschaftlichen Rah- menbedingungen seien öffentlich kommuniziert worden, erklärt dazu Kulturbürgermeister Ralf Lunau (parteilos). Die Verwaltung habe schon mehrfach Beratungen in unterschiedlicher Zusammensetzung mit verschiedenen Fachbereichen, städtischen Unternehmen und Akteuren der Kreativwirtschaft organisiert. Die jüngste, bei der auch ein Vertreter der IG Kraftwerk Mitte anwesend war, fand am 19. Mai statt. "Weitere Veranstaltungen dieser Art werden folgen, wenn es Planungs-, Bau- und Verhandlungsstände sinnvoll erscheinen lassen", so Lunau.

Unterdessen arbeitet ein Architekturbüro an Entwürfen für die Sanierung der Gebäude 11 und 12 (ehemalige Heizzentrale und ein Zwischenbau) am Wettiner Platz. Gemeinsam mit Vertretern der Kreativwirtschaft sei ein Konzept der niedrigschwelligen Sanierung entwickelt worden", teilt Drewag-Sprecherin Gerlind Ostmann mit. In dem Gebäudekomplex soll der Coworking Space Ansatz realisiert werden. Nach diesem neuen Trend teilen sich Personen verschiedener Firmen und Projekte ein Arbeitsumfeld, wodurch Synergien unter den Firmen angestrebt werden aber auch die Mietkosten für den Einzelnen sinken.

Diese Idee befürwortet Claudia Muntschik, Vorstand des 2013 gegründeten Branchenverbands "Wir gestalten Dresden", der die lokalen Interessen aller Kreativen aus Medien, Architektur, Kunst und Werbung vertritt. "Ich glaube nicht, dass sich die Drewag dieses Sahnestückchen aus der Hand nehmen lässt", sagt sie zu der Idee der IG, den Gebäudekomplex nach Erbbaurecht zu verpachten.

Noch völlig offen sind die spätere Nutzung des Schaltanlagengebäudes an der Schweriner Straße, der Villa, des Reaktanzenhauses und des Sozialgebäudes, wie die Drewag mitteilt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.07.2014

Madeleine Arndt

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