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Kraszewski-Museum in der Neustadt: Schließung ist vorerst vom Tisch

Kraszewski-Museum in der Neustadt: Schließung ist vorerst vom Tisch

Für die Rettung des Kraszewski-Museums wird ein runder Tisch gebraucht, an dem das künftige Ausstellungskonzept besprochen wird. Außerdem soll die Stadt die für dieses neue Konzept nötigen 35 000 Euro zur Kofinanzierung auf den Tisch legen, OB Helma Orosz (CDU) soll das Gesprächsangebot aus Polen annehmen und es sollen zusätzlich Unterschriften für den Museumserhalt gesammelt werden.

Dieses Paket schlagen die Bündnisgrünen vor, um das Haus in der Neustadt zu sichern.

Schon mehrere Tage hatten sie eine Pressekonferenz zur Zukunft des Museums vorbereitet, bei der auch Vertreter polnischer Interessengruppen mit am Tisch saßen. Am Ende fehlte allerdings die vielleicht wichtigste Person: Magdalena Erdman, Leiterin des Referatsleiterin in der Polnischen Botschaft in Deutschland, war in Berlin geblieben. Laut Grüne weil nun doch Bewegung in die Angelegenheit gekommen ist - die OB habe die Zukunft des Museums zur Chefsache gemacht. Zum ersten Mal seit Monaten scheint es deshalb aus Sicht der Bündnisgrünen möglich, dass das Haus in der Neustadt doch als Museum erhalten bleibt und nicht - wie ursprünglich geplant - abgewickelt wird.

Jetzt gehe es um "kritisch-freundliche Begleitung" der bevorstehenden Gespräche und Überlegungen, sagte Christiane Filius-Jehne, Fraktionsvorsitzende der Bündnisgrünen im Stadtrat. Sie bezieht sich damit auf die Ankündigung aus dem Rathaus, gemeinsam mit den Verantwortlichen aus Polen über deren Konzeptvorschlag diskutieren zu wollen. Ein solches Papier hatte das polnische Ministerium für Kultur und Nationalerbe angekündigt (DNN berichteten).

Annekatrin Klepsch (Linke) stellte gestern fest, der Stadtrat müsse in die Beratungen über die Zukunft des Museums einbezogen werden. "Bisher wurde die Zukunft des Museums nur hinter verschlossenen Türen der Stadtverwaltung beraten", kritisierte sie das Vorgehen im Rathaus. Für die SPD stellte Fraktionschef Peter Lames fest: "Ich denke, die Landeshauptstadt sollte sich eindeutig zum Kraszewski-Museum bekennen, die geplante Schließung zum 16. Juni zurücknehmen und aktiv Unterstützung für ein zukünftig tragfähiges Konzept einwerben."

Unterdessen wurde bekannt, dass die OB persönlich ein Papier zurückgezogen hat, über das die Verwaltungsspitze am Dienstag, also zwei Tage vor der nächsten Stadtratssitzung, befinden sollte. Dabei ging es wohl um den Beschluss zur Museumsschließung, mutmaßte gestern Stadtrat Torsten Schulze (Bündnisgrüne).

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.06.2012

Christoph Springer

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