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Kraftwerk Mitte: Werkstätten-Neubau soll neben TJG in Briesnitz entstehen

Kraftwerk Mitte: Werkstätten-Neubau soll neben TJG in Briesnitz entstehen

Die gemeinsamen Werkstätten von TJG und Operette sollen ab Frühjahr 2015 zu einem großen Teil auf dem Gelände des Volksparks Briesnitz errichtet werden.

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Die neuen Werkstätten für die Theater im Kraftwerk Mitte sollen westlich des heutigen TJG entstehen.

Quelle: Stadt Dresden

Die Grünfläche erstreckt sich westlich des jetzigen TJG-Gebäudes. Ursprünglich hatten die Planer vorgesehen, die alten TJG-Werkstätten auf der östlichen Seite des Kinder- und Jugendtheaters abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen. Problematisch an dieser Lösung war aber, dass die Bühnenhandwerker für rund ein Jahr keinen Arbeitsort gehabt hätten und in ein teures Interim hätten umziehen müssen. Stattdessen soll auf der anderen Seite des TJG ein Neubau hochgezogen werden, während Tischler, Maler und die übrigen Bühnentechniker weiter im alten Werkstattgebäude schaffen können. Im Frühsommer 2016 sollen dann die Handwerker von TJG und Operette in einer Hau-Ruck-Aktion ihre neuen Werkstätten beziehen. So hätten sie ausreichend Vorlauf, um die Kulissen für die ersten Inszenierungen in den neuen Spielstätten des Kraftwerks Mitte zu gestalten – die sollen im Herbst 2016 öffnen.

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Was mit dem historischen Pförtnerhaus am Eingang Wettiner Platz geschieht, ist bislang unklar. Es gebe verschiedene Ideen, so Lunau.

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Wie genau das neue Werkstattgebäude aussehen wird, ist noch unklar. Wahrscheinlich werde mit Porenbeton gearbeitet, so Axel Walther, Geschäftsführer der Kommunalen Immobilien Dresden (KID). Fest steht, dass der Neubaukomplex rund 13 Meter hoch, 65 Meter lang und 34 Meter tief werden soll. Mehrkosten kommen laut Projektleiter Florian Brandenburg nicht auf die Stadt zu, denn der Neubau des Werkstättengebäudes war von Anfang an in die Baukosten einkalkuliert.

Stadtrat muss entscheiden

Noch ist diese Bau-Variante aber nicht beschlossen – der Stadtrat muss entscheiden. Bürgermeister Lunau betont den Vorteil: „Damit schlagen wir dem Stadtrat eine Lösung vor, die die Funktionstüchtigkeit der Werkstätten für die beiden städtischen Theater durchgehend sichert.“

Volkspark Briesnitz zieht um – mit Wermutstropfen

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Ein Teil des Volksparks Briesnitz soll für den Werkstatt-Neubau weichen.

Quelle: Tanja Tröger

Die Grünfläche des Volksparks Briesnitz, auf der sich auch ein öffentlicher Grillplatz und ein begehbares, behindertengerechtes Labyrinth befinden, soll von der West- auf die Ostseite des TJG verlegt werden. Die alten Werkstätten, die dort derzeit noch stehen, werden abgerissen, die Bodenflächen entsiegelt und begrünt. Grillplatz und Labyrinth werden wieder aufgebaut.

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Bislang ist nur eine schlichte Begrünung des Areals vorgesehen. Für die weitere Parkgestaltung fehlen sowohl Planungen als auch Gelder, sagte Bürgermeister Ralf Lunau (parteilos). „Dort wieder zu einer ordentlichen Park-Qualität zu kommen, wird noch einige Zeit dauern.“

Als die Planer im Januar 2014 im Ortsbeirat Cotta erste Überlegungen zum Werkstatt-Neubau auf dem Parkgelände vorgestellt hatten, waren die Wellen der Empörung hoch geschlagen: Engagierte Bürger und Vereine, die sich jahrelang für den Volkspark Briesnitz eingesetzt hatten, fühlten sich übergangen und sahen ihre Arbeit nicht berücksichtigt. Zwischenzeitlich haben jedoch Vertreter von KID, IG Briesnitz und dem Frauenbildungszentrum, das 2003 das Labyrinth angelegt hatte, die Pläne besprochen und sich geeinigt. Die Umsetzungsarbeiten sollen in enger Abstimmung mit den Vereinen erfolgen.

Baufortschritt im künftigen Kraftwerk Mitte

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Projektleiter Florian Brandenburg zeigt stolz, wie weit die Arbeiten am Untergeschoss des Theaterneubaus fortgeschritten sind.

Quelle: Tanja Tröger

Unterdessen laufen die Bauarbeiten am künftigen Standort der Bühnen weiterhin auf Hochtouren. Fünf Kräne drehen sich zwischen Wettiner Platz, Könneritz- und Ehrlichstraße, 80 Stahlbetonbauer, Eisenflechter und Tiefbauer rackern im Zwei-Schicht-System an sechs Tagen pro Woche. In der früheren Maschinenhalle haben die Arbeiter inzwischen die Bodenplatte fertiggestellt. Auch die Decken von Studiobühne und Theaterakademie sind bereits geschlossen. Nun entstehen allmählich die ersten Wände des Erdgeschosses.

Im benachbarten Theater-Neubau stehen inzwischen etwa drei Viertel der Wände im Untergeschoss, auch einige Kellerdecken sind schon betoniert. Auch einige Außenwände zur Ehrlichstraße sowie der Operetten-Hinterbühne erheben sich bereits über die Baustelle, erläuterte Projektleiter Florian Brandenburg beim Baustellen-Rundgang im Kraftwerk Mitte. Bald sollen die Bühnentürme für Operette, TJG und Probebühne errichtet werden. Bis die umliegenden Bauten in die Höhe gewachsen sind, werden sie als einzelne „Leuchttürme“ dastehen.

Tanja Tröger

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