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Kraftklub bringen Dresden zum Schwitzen

Kraftklub bringen Dresden zum Schwitzen

Die Chemnitzer Band Kraftklub hat am Samstagabend im Dresdner Beatpol Station gemacht. Im Rahmen ihrer "Klubtour" brachte das Quintett die Dresdner dabei gehörig ins Schwitzen - bei bis zu 32 Grad und 92 Prozent Luftfeuchtigkeit im Raum feierte das Publikum ausgelassen und wild.

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Sänger Felix Kummer der Band Kraftklub im Dresdner Beatpol.

Quelle: Dominik Brüggemann
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Kraftklub bei ihrem Clubkonzert im Dresdner Beatpol.

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Mit "Hand in Hand" eröffnete Sänger Felix Kummer den Abend. Vom ersten Lied an bebt der kleine Club im Dresdner Westen. Die Menge wogt vor der Bühne hin und her. Spätestens bei "Ich will nicht nach Berlin" bebt der Hallenboden bedenklich. Zwischen den Liedern strahlen die Fans ungläubig und verschwitzt. "Wie geil ist das denn", brüllt ein junger Mann seinen Kumpels entgegen. Er ist nicht der einzige, der so denkt.

Die Atemluft spottet längst jeder Beschreibung. Nach 20 Minuten Kraftklub liegt die Temperatur im Raum bei 26 Grad, die Luftfeuchtigkeit bei 85 Prozent, Tendenz schnell steigend. Die Band tut alles dafür: Temponummer reiht sich an Temponummer, die Kombination aus schnellen und einprägsamen Gitarrenriffs und deutschem Sprechgesang zündet einmal mehr auch in Dresden.

Zudem treffen die Chemnitzer gerade im Osten einen Nerv. "Ich will nicht nach Berlin" ist längst eine kleine Hymne aller, die ihren Heimatstädten treu geblieben sind, "Original Ostler" sind hier sowieso fast alle. In den Songs von Kraftklub finden sich viele wieder, ob Kummer und Co. über Liebe oder über geklaute Fahrräder singen, das Publikum findet seine Anknüpfungspunkte.

Und natürlich geht die Musik ins Bein. Kurz vor 22 Uhr hat das Thermometer die 30-Grad-Marke überschritten, die Luftfeuchtigkeit erreicht 90 Prozent. "Das feuchteste Konzert der Tour bisher" ruft Felix Kummer den Fans zu - es ist als Kompliment gemeint. Seine Ansage: "Heute müssen Leute umkippen!" erfüllt sich zum Glück dagegen nicht. Denn die Menge gibt zwar Gas, als ob es kein Morgen gibt, ist dabei aber diszipliniert. Keiner wird umgerempelt, die massenhaft gereichten Wasserbecher werden brav von einem zum anderen weitergegeben.

Trotzdem ist auch die Dresdner Energie endlich. Zur ersten Zugabe "Blau" taucht Kummer plötzlich in der Mitte des kleinen Clubs auf, was den Fans noch einmal Schwung verleiht, beim eigentlich energiegeladenen "Randale" ist schon spürbar, dass die meisten nicht mehr können. Wenig später ist nach 90 Minuten Konzert Schluss. 92 Prozent Luftfeuchte weist das Beatpol auf, ein Wert, den sich das Publikum wahrhaft erarbeitet hat.

Eine weitere Rezension lesen Sie in der gedruckten Ausgabe der Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20. Oktober 2014.

sl

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