Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Konzert der Blasorchester des Schütz-Konservatoriums im Congress Center Dresden

Konzert der Blasorchester des Schütz-Konservatoriums im Congress Center Dresden

Was sich da im Großen Saal des Congress Centers Dresden ereignete, war einfach unglaublich, einfach toll! Zwei Blasorchester mit zwischen fünfzig und fünfundsiebzig Mitgliedern bevölkerten sprühend vor Spielfreude die Bühne, fast alles Schüler des Heinrich-Schütz-Konservatorium Dresden e.

V. Dass es so etwas noch gibt! Auch wenn der Chef des Ganzen, Lutz Jurisch, meinte, dass die Besetzung des Schlagwerks allmählich Sorge bereite - angesichts der vielen, jungen Musikerinnen und Musiker, die ebenso ernsthaft wie begeistert bei der Sache waren, möchte man das kaum glauben. Da braucht einem um das Konzertpublikum und den Orchesternachwuchs der Zukunft eigentlich nicht bange zu sein.

Dicht an dicht saß das aufmerksam lauschende Publikum aus allen Generationen im Auditorium. Die Begeisterung der musizierenden Jugend teilte sich unmittelbar mit. Umso unverständlicher vor dieser Kulisse und diesem musikalischen Tun erscheint es, dass die Stadt Dresden das Konservatorium finanziell regelmäßig zur Disposition stellt.

Inhaltlich drehte sich das nunmehr zwölfte Jahreskonzert, das dem unverzichtbaren und hoch engagierten Förderverein gewidmet war, um Helden und ihre Legenden. Mit einem attraktiven Programm stellte sich das Nachwuchsblasorchester vor, klangschön und farbenreich spielend. Wunderschön und treffsicher zeichnete es die Charaktere einer King-Arthur-Suite. Hörbar wohl fühlte es sich in den kontrastreichen Skizzen "Global Girls", die mitreißendes, internationales Flair in den Saal brachten. Und auch bei dem unvermeidlichen Andrew Lloyd Webber konnte angesichts des musikantischen Elans der Ausführenden nichts schief gehen.

Etwas älter sind die Mitglieder des Sinfonischen Blasorchesters, ausgestattet mit respektablem, instrumentalem Können und nicht minder begeistert als ihre ganz jungen Orchesterkollegen. Wenn man das gehörte Ergebnis dieses Konzertes so betrachtet, so müssen Lutz Jurisch, seine Mitstreiter in den Registerproben und das Orchester in den Proben ganze Arbeit geleistet haben, ohne die Freude am Musizieren zu verderben. Im einleitenden "Flight of the Piasa" trumpften sie mit kraftvollem Bläserglanz auf, Markanz prägte die Zorro-Suite. Bei "Avalon" von Federico Agnello beeindruckte die Stimmungsdichte der Wiedergabe.

Die Fähigkeit zu fein differenzierter Klanglichkeit bot der Uraufführung von "He(ll)aven" von Hans Fiedler die beste Basis. Der junge Mann ist übrigens als Trompeter selbst Orchestermitglied. Schließlich setzte die in lebhaften Kontrasten musizierte erste Suite von Gustav Holst den bejubelten Schlusspunkt des Konzertes.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.03.2013

M. Hanns

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur News

Entwirren Sie mit schnellem Auge und flinkem Geist den Buchstabensalat des Rätselspiels! Hier kostenlos im Spieleportal von DNN.de spielen! mehr