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Komponist Hans Werner Henze in Dresden vor Uraufführung gestorben

Komponist Hans Werner Henze in Dresden vor Uraufführung gestorben

Hans Werner Henze, einer der bedeutendsten Komponisten der Gegenwart, ist tot. Er starb im Alter von 86 Jahren in einem Krankenhaus in Dresden. Dies bestätigte eine langjährige und enge Mitarbeiterin am Samstag der Nachrichtenagentur dpa.

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Hans Werner Henze 1996 am Pult der Sächsischen Staatskapelle. Der Komponist dirigierte damals ein Konzert im Schauspielhaus. Mit 86 Jahren ist er in Dresden gestorben.

Quelle: E. Richter

Am Abend sollte an der Semperoper Dresden Hans Werner Henzes Komposition „Das Vokaltuch der Kammersängerin Rosa Silber“ als Tanz uraufgeführt werden. Die amerikanische Choreografin Helen Pickett hatte das Stück entwickelt.

Auf der Webseite seines Verlages hieß es: „Der Schott-Verlag hat sein Schaffen über fünf Jahrzehnte exklusiv publiziert und sein Wirken in der musikalischen Welt von den ersten Anfängen bis heute mit großer Bewunderung verfolgt. In tiefer Dankbarkeit nehmen wir Abschied von Hans Werner Henze.“

Mehr als 130 Werke kennzeichnen Henzes künstlerische Schaffenskraft. Zu seinen bekanntesten Werken zählen neben seiner hoch gelobten 9. Symphonie unter anderem die Oper „Die Bassariden“, die 1966 in Salzburg bejubelt wurde. Zuvor hatten schon „Boulevard Solitude“ von 1952, „König Hirsch“ von 1956, „Der Prinz von Homburg“ von 1960 und die „Elegie für junge Liebende“ von 1961 Henzes Ruf als Opernkomponist gefestigt.Der Wahl-Italiener wurde am 1. Juli 1926 als Sohn eines Dorfschullehrers geboren und studierte an der Staatsmusikschule in Braunschweig Klavier, Schlagzeug und Musiktheorie.

Nach dem Krieg ging er an das Kirchenmusikalische Institut nach Heidelberg und studierte anschließend Komposition in Darmstadt und Paris. Konflikte mit seinem autoritären Vater, der mit den Nazis sympathisierte, prägten Henze nachhaltig.

Die Semperoper hatte Henzes Werk in den Mittelpunkt der aktuellen Saison gestellt und zum Henze-Jahr ausgerufen. Schon seit 1961 stehen seine Werke hier auf dem Spielplan von Staatskapelle und Oper. 1966 dirigierte er in Dresden die DDR-Erstaufführung seiner 5. Sinfonie und weitere Stücke. 1967 war „Der junge Lord“ zu sehen, 1989 „Undine“. Nach der Wende folgten „Tristan“ (1992), „Die Bassariden“ (1997) und „L’Upupa und der Triumph der Sohnesliebe“ (2002).

Ideengeberin für die Henze-Spielzeit in Dresden war Intendantin Ulrike Hessler, die Ende Juli einem Krebsleiden erlag. Für sie war das Werk von Hans Werner Henze eine Herzenssache.

dpa/dbr

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