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Körperspender beantworten Fragen zur Ausstellung "Körperwelten" in Dresden

Körperspender beantworten Fragen zur Ausstellung "Körperwelten" in Dresden

Vielen Fragen prasselten am Wochenende auf die Vertreter des Bundesverbands für Körperspender e.V. ein, als diese die Ausstellung „Körperwelten“ in der Dresdner Zeitenströmung besuchten.

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Quelle: Julia Vollmer

Der 2. Vorsitzende des Verbandes Heinz Hölscher und sein Kollege Andreas Bannmann beantworteten den Besuchern die Fragen rund um das Thema Körperspende. „Wir gastieren regelmäßig auf den Ausstellungen um über unsere Arbeit und die Funktion des Körperspenders zu informieren. Auch Anmeldebögen haben wir immer dabei“, so Bannmann.

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Beeindruckende Exponate in den Dresdner Körperwelten

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Die beiden Männer wollen ihren Körper der Wissenschaft zu Verfügung stellen und damit der Forschung und der Aufklärung dienen, erzählen sie. „Ich möchte mit meinem Körper als Lehrmaterial für Interessierte dienen, statt mit meiner Leiche teure Beerdigungskosten zu verursachen“, so Bannmann. Denn, ist man einmal vom Institut für Plastination als Körperspender aufgenommen, zahlt das Institut die Kosten für die Abholung der Leiche aus dem Krankenhaus oder von einem anderen Sterbeort. Eine klassischen Beerdigung gibt es nicht, darüber müssten sich die Spender im Klaren sein, so Heinz Hölscher. Bewerben als Spender kann sich im Prinzip jeder und meist wird auch jeder vom Institut akzeptiert – einzig Opfer von Verkehrsunfällen werden abgelehnt.

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Erste Einblicke in die Körperwelten-Ausstellung in Dresden

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Der Grund ist ganz einfach: Nach Verkehrsunfällen werden die Todesopfer meist polizeilich überprüft. Dieses Verfahren dauert zu lange, um noch Körperspender zu werden, erläutert Andreas Bannmann. Spätestens 24 bis 36 nach Eintritt des Todes muss die Leiche vom Kühlwagen des Institutes für Plastination abgeholt werden, sonst ist keine Verwendung für Gunther von Hagens Ausstellung als Ganzkörper- oder Scheibenplastinat mehr möglich. Die Freiwilligen Spender können im Anmeldeformular Wünsche angeben, als welches Plastinat sie ausgestellt werden möchten. Heinz Hölscher könnte sich gut vorstellen, als Angler dargestellt nach seinem Tod „weiterzuleben“.

Julia Vollmer

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