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Kleine Schau in Dresden zeigt große Pracht: Kurfürst Augusts Paradetextilien

Kleine Schau in Dresden zeigt große Pracht: Kurfürst Augusts Paradetextilien

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zeigen in einer Sonderschau höfische Pracht und geben damit zugleich einen Vorgeschmack auf die künftige Ausgestaltung des Residenzschlosses.

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Auch die Krone von August dem Starken ist Teil der Ausstellung.

Quelle: dpa

Im Mittelpunkt der Exposition stehen Kleidung und Ausstattung, die der sächsische Kurfürst August der Starke (1670-1733) bei der Krönung zum König von Polen 1697 trug, sowie seine Staffage bei der Hochzeit seines Sohnes mit Maria Josepha von Österreich 1719 in Dresden.

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Die Staatlichen Kunstsammlungen zeigen die Ausstellung "Paradetextilien Augusts des Starken" im Residenzschloss.

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Die Stoffe und Stickereien markieren das Spitzenniveau barocker Textilkunst und wurden zu großen Teilen „fadengenau“ rekonstruiert - mit authentischen Materialien erforderlicher Qualität und nach traditioneller Technik. Dabei halfen Manufakturen und Experten in Frankreich, Italien, Spanien und Deutschland. Eine Vorstellung von barockem Luxus vermitteln allein die Dimensionen damaliger Inneneinrichtung. Das imperiale Paradebett für die Krönung im Jahr 1719 war bei einer Grundfläche von 3,20 mal 2,30 Meter bis zum frei schwebenden Himmel 4,50 Meter hoch.

Die fürstlichen Häupter ruhten auf Samt und Seide. Mitunter waren Stoffe dreifach übereinandergeschichtet. Kostbare Spiegel steigerten die Wirkung der Pracht. Das königliche Paradeappartement umfasste mehrere kostbar ausgestattete Räume, darunter den Audienzsaal mit dem Thron. Allein für den Baldachin des Throns und die dahinter liegende Wandfläche wurden gut 21 Kilogramm Silber vergoldet.

Wenn der Wiederaufbau des Residenzschlosses irgendwann einmal abgeschlossen ist, soll zumindest ein Hauch der damaligen Pracht zu sehen sein. „Wir werden die Zeit Augusts des Starken wiedererscheinen lassen“, versprach der Direktor des Grünen Gewölbes und der Rüstkammer, Dirk Syndram. Dafür steht auch die Kleidung des bekanntesten Sachsen-Herrschers. Zu seiner Krönung erschien er 1697 unter anderem im Outfit römischer Kaiser mit Talar, Schurz und Stiefeln.

Protestantische Kreise streuten später das Gerücht, dass der zum Katholizismus übergetretene August unter der Last seiner Gewänder zusammenbrach und einen Ohnmachtsanfall erlitt. Beweise dafür gibt es freilich nicht. Dass er „creuzweiß mit außgebreiteten armen“ zu Boden ging - wie es in einer damaligen Beschreibung der Krönung heißt - war Teil des Rituals.

dpa

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