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KlangKunstHöfe Bärwalde öffnen am Wochenende unter dem Motto "Musik, Bilder, Landlust" ihre Tore

KlangKunstHöfe Bärwalde öffnen am Wochenende unter dem Motto "Musik, Bilder, Landlust" ihre Tore

Mit der lang ersehnten Einkehr des Frühlings laden die gastfreundlichen Einwohner von Bärwalde wieder zum Festival KlangKunstHöfe ein, allen voran Initiator und Organisator Andreas Lorenz.

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Musizieren im Freien: Bei den KlangKunstHöfen Bärwalde im vergangenen Jahr spielten Johannes Korndörfer (Klavier) und Michael Hiemke (Posaune) auf einem Traktoranhänger.

Quelle: Julia Gaisbacher

In dem zauberhaften Dorf bei Moritzburg öffnen sich am Wochenende die Bauernhöfe für interessierte Nachbarn, kunstsinnige Touristen, neugierige Städter und ausflugshungrige Familien. Unter dem Motto "Musik, Bilder, Landlust" verwandeln sich Scheunen, Rübenkeller, Wiesen, Äcker und Stallungen erneut in Podien für Performances, Kunstausstellungen, Lesungen und Konzerte. Zu den Künstlern gehören neben Studenten und Absolventen der Hochschule für Bildende Künste Dresden auch Interpreten der Neuen Musik, Jazzmusiker, junge Autoren u.v.a. Eine Wiederbegegnung gibt es mit der Komponistenklasse Dresden, deren Schüler fünf Uraufführungen beisteuern.

Traditionell bildet eine musikalische Abendandacht am Freitag, 19 Uhr in der Kirche Bärwalde den Auftakt zu dem beliebten Landspektakel (an der Orgel: Konrad Müller). Am Sonn-abend und Sonntag sind auf sechs Bärwalder Höfen abwechslungsreiche Performances zu erleben (Beginn jeweils 14 Uhr). Das Bläserduo "Cardiophoniker" mit Antje Thierbach (Oboe) und Theo Nabicht (Klarinette) stellt unter dem Titel "Bach nah" Alte Mu-sik Neuer Musik gegenüber (Sa 14 u. 16.15 Uhr). Das Zusammenspiel von Alt und Neu prägt auch die Auffüh-rungen des Ensembles AuditivVokal, das mit seinem neuen Programm "Enkomikos" das Publikum zum Lachen bringen möchte (So 14.45 u. 16.15 Uhr). Das Duo Cobero durchbricht die ländliche Klangkulisse mit Flöte und Marimbaphon (So 14 Uhr), zum Tanz auf dem Scheunenboden lädt die Band Romain Rocks vom Romain-Rolland-Gymnasium ein (Sa 18 Uhr). Von einem Traktor aus gibt Madame Rosa (Uta Davids) ihre Geschichten aus der Moritzburger Sagenwelt zum Besten (Sa 14.45 u. 17.15), und unter dem Motto "Verträumt und zugedeckt ... auf der Wiese" lassen junge Autorinnen der Kinderlesebühne Dresden gemeinsam mit den gleichaltrigen Musikern des Ensemble C ein Programm aus Wort und Klang entste-hen, darunter die Uraufführungen der Stücke "Katzenjammer" (Goetz Bienert), "Quartett" (Ion Lopez Leal) und "Heiße Schokolade" (Vinzent Karl Zschuppe), die von Schülern der Komponistenklasse Dresden für die KlangKunstHöfe komponiert wurden (Sa 15.30 u. 17 Uhr).

Zudem ist auf dem Festivalgelände die Premiere zweier Klanginstallationen zu erleben: Die elektronischen Kompositionen "Kraazzedim" (Ion Lopez Leal und Ole Jana) und "4 Grad" (Tom Haas und Paul Gertitschke) erklingen als Begrüßungsmusik an der Bushaltestelle und als Ausstellungsmusik im Rübenkeller. Jazzige Klänge bringen Sax-Chamäleon (So 15.30 u. 17 Uhr) und Trijazzico (So 17.45 Uhr) ein.

Neun junge Bildende Künstler (Studenten und Absolventen der HfBK Dresden) ließen sich auf die Herausforderung ein, ihre auf diesen besonderen Ort Bezug nehmenden Installationen in den Stallungen und Kellern der Bauernhöfe in Szene zu setzen. Die Argentinierin Ayelen Coccoz präsentiert das Porträt einer deutschen Bauernfamilie, die dreidimensionale Nachbildung eines Fotos vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Stephanie Lüning möchte mit einer großen bunten Schaumattraktion überraschen, ein Versuch, mit Hilfe der Malerei in räumliche Dimensionen einzugreifen. Die Arbeiten von Dana Berg reflektieren die Sozialisation einer in den 1970er Jahren im Osten Deutschlands aufgewachsenen Generation. In der Knechtekammer des Lorenzhofs sind ihre Trophäen von Vogelschnäbeln zu sehen. Der Widerspruch "Kultur versus Natur" gipfelt in der Skulptur "Mathematisches Ei" des Mathematikers Prof. Dr. Axel Voigt (TU Dresden).

Die Kunst muss mit den ländlichen Reizen Schritt halten, denn wo alles sprießt und schlüpft, werden auch Jungtiere und Traktoren zur Attraktion. So kommen auch die jüngsten Besucher auf ihre Kosten. Für das leibliche Wohl sorgen die Bauern mit selbstgemachten, regionalen Köstlichkeiten. Die Veranstalter bereiten auch eine Schlechtwettervariante vor.

i11./12. Mai KlangKunstHöfe Bärwalde. Die Ausstellungen öffnen jeweils 13 Uhr.

Eintritt pro Tag: 6 (erm. 4) Euro, Familienkarte 14 Euro (2 Erwachsene, 2 Kinder),

Eintritt für beide Tage: 10 (erm. 8) Euro, Familienkarte 18 Euro

Programm und Anfahrtsbeschreibung:

www.klangkunsthoefe.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.05.2013

M. Petri

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