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Karat geben Unplugged-Konzert im Kurländer Palais

Karat geben Unplugged-Konzert im Kurländer Palais

Es sind kaum mehr als 250 Zuhörer, die in den Genuss eines besonderen musikalischen Spektakels kamen: Im Innenhof des Restaurants Kastenmeiers im Kurländer Palais war eine kleine Bühne aufgebaut, auf der an diesem Abend die Gruppe Karat ihr "erstes Unplugged Konzert" in ihrer nunmehr schon rund 40 Jahre andauernden Karriere geben sollte.

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Claudius Dreilich und seine Musiker verließen auch mal die kleine Bühne und "mischten" sich unters Publikum.

Quelle: Andreas Weihs

Ohne großes Brimborium kommen die Musiker nach vorn, greifen nach ihren Instrumenten. Kein Graben trennt sie von ihrem Publikum, die erste Reihe kann fast den Gitarrenhals von Bernd Römer berühren, und wem das noch nicht reicht, dem kommt Sänger Claudius Dreilich sogar noch entgegen, als er die kleine Bühne verlässt und durch die Zuhörer hindurch läuft. Einer der ganz großen Hits der Band lässt nicht lange auf sich warten. Beim gänzlich akustischen "Schwanenkönig" folgen die vier Musiker ihrem Sänger mit Gitarren und Percussion ins Publikum.

Fehler werden bei dieser Nähe sofort bemerkt, keine Chance, irgendetwas zu kaschieren. Die Musiker haben ihre bekanntesten Lieder umgestrickt auf diese neue Situation. Der Begriff "Unplugged" trifft es aber nicht genau, denn ganz ohne Strom funktionieren kein Keyboard und kein Mikrofon. Doch Lieder wie "Gewitter", "Blumen aus Eis" und natürlich auch "Der blaue Planet" erfahren einen intimeren Sound, werden transparenter, gewinnen an Intensität. Wer da allerdings denkt, das wird ruhig und balladesk, der irrt. Vor allem Gitarrist Römer zerrt an seinen Saiten, sorgt immer wieder für den Rock im Roll, kann aber auch anders: Für "Albatros" zaubert er sphärische Klänge mit seinem Instrument. Auch Keyboarder Martin Becker kommt nach vorn, spielt auf seiner Mundi ein mitreißendes Solo und macht "Jede Stunde" zu einem Blues. Das Fundament kommt souverän von Bassist Christian Liebig und Schlagzeuger Michael Schwandt, die die neuen Arrangements gekonnt zusammenhalten.

Erlaubt ist, was Spaß macht. Die Stühle sind längst überflüssig geworden, Mitklatsch-Orgien und lauter Singsang in den Fanreihen beherrschen die Szenerie. Und natürlich gibt es "Über sieben Brücken-", "König der Welt" und "Magisches Licht".

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.09.2011

Andreas Weihs

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