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Kampf gegen roten Staub - Porzellansammlung im Zwinger schließt für zwei Wochen

Kampf gegen roten Staub - Porzellansammlung im Zwinger schließt für zwei Wochen

Bis zum Wochenende müssen Liebhaber alter Meissener und ostasiatischer Porzellane noch warten, bevor die berühmte Sammlung im Zwinger am Sonnabend ihre Türen wieder öffnet.

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Anita Tygielska und Kristin Schneider können ganz besonders gut abstauben. Sie machen mit beim Reinigungsservice in den Porzellansammlung.

Quelle: Christian Juppe

Zwei Wochen lang ist der jährlich stattfindende Großputz angesagt, diesmal jedoch früher als gewohnt. Statt im Januar findet die Reinigung, Konservierung und Reparatur von Exponaten und Ausstattungsteilen der Porzellansammlung ausnahmsweise schon im November statt.

"So können wir im ersten Vierteljahr 2013 Besucher empfangen, wenn der Mathematisch-Physikalische Salon noch zu ist und die Gemäldegalerie Alte Meister auf Grund der Generalsanierung schließt", erklärt Direktor Ulrich Pietsch. Ob seine Sammlung jedoch von der Schließzeit der anderen profitieren kann, ist unklar. Bisher seien viele Besucher erst in der Gemäldegalerie gewesen, bevor sie das Porzellan aufgesucht hätten. "Ein Drittel sind Russen", sagt Pietsch. "Und sie wollen zuerst die Sixtinische Madonna sehen."

Derzeit werden rund 2000 Porzellane mit Pinsel oder Staubsauger gesäubert. Bei diffizilen Formen kommt auch ein Gebläse zum Einsatz. Glasvitrinen, Lüster, Ledertapeten oder die Seidenbaldachine im Tiersaal brauchen ebenfalls eine Frischekur. Mit der Raumgestaltung durch den New Yorker Architekten Peter Marino ist der Säuberungsaufwand größer geworden. Dazu kommt der rote Staub aus dem Zwingerinnenhof, den Besucher hereintragen und der bei geöffneten Oberlichtfenstern "gewaltig wirbelt", so Pietsch. Über einen anderen Hofbelag werde nachgedacht. Genaueres könne er dazu aber noch nicht sagen.

Im Rahmen der Putzwochen werden außerdem Sockelbereiche frisch gemalert und die Ausstellung erhält neu eine Wasserzapfstelle. Sie sei notwendig für die Luftbefeuchter, erläutert Pietsch. Holzkonstruktionen und originale Holztische benötigen 60 Prozent Luftfeuchtigkeit. Die gesamten Arbeiten kosten bis zu 20 000 Euro. Genia Bleier

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.11.2012

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