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Kabarettduo Schwarze Grütze in der Herkuleskeule Dresden: "Ich tanze mit Angela Salsa"

Kabarettduo Schwarze Grütze in der Herkuleskeule Dresden: "Ich tanze mit Angela Salsa"

So ganz neu ist es eigentlich nie, was die beiden Brandenburger Stefan Klucke und Dirk Pursche als neu ankündigen. Denn irgendwie glaubt man, dieses und jenes Stück schon gehört zu haben.

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Stefan Klucke und Dirk Pursche (v.l.) machen Musikkabarett als Duo Schwarze Grütze.

Quelle: W. Zimmermann

Allerdings irrt, wer das einfach mal so behauptet. Denn die beiden Potsdamer Kabarettisten bedienen die inzwischen selten gewordene Programmschiene des Musikkabaretts. Sie stehen nicht für knallharte politische Satire. Was aber keinesfalls schadet! Denn gerade über das Talent, ein Instrument spielen zu können, lässt sich weit besser ein Publikum erarbeiten als nur und ausschließlich über die gesprochene Pointe.

Klucke und Pursche beweisen das auch im bereits 18. Jahr als das Duo Schwarze Grütze mit dem Programm "Tabularasa trotz Tohuwabohu". Da ist etwa ein Lied über das Internetkaufhaus Ebay, in das man mittlerweile - so weiß es die Schwarze Grütze - sogar all seine Probleme reinstellen kann. Bleibt nur die Frage, ob es dafür auch Abnehmer gibt. Da ist auch ein Lied über die sich ausbreitende Krankheit ADHS, die man auch als "Zappelphilippsyndrom" bezeichnet. Die Schwarze Grütze kann auch hierbei helfen, denn sie hat ja Ritalin als Song im Koffer, ein Medikament, das mit Sicherheit Wirkung zeigt.

Im zweiten Teil seines Programms blättert das Duo eine Zeit lang im Buch der jüngeren deutschen Geschichte. Da fällt ihnen etwa ein längst vergessenes Lied über die Stasi ein, das sogar in Kindergärten gesungen wurde: "Auf der Mauer, auf der Lauer sitzt 'ne kleine Wanze". Heute staunt man darüber, dass die Doppelbödigkeit des Textes früher nicht aufgefallen ist. Danach werden Stefan Klucke und Dirk Pursche persönlich, denn sie verkünden, dass sie "heute das erste Mal so sind, wie sie wirklich sind". Nämlich "jung, dynamisch und kreativ bis in die Haarspitzen". Doch die Anmache geht noch weiter: "Wir haben uns deshalb vorgenommen, sie alle zu duzen." Damit längst nicht genug, die Kabarettisten outen sich auch noch als GEMA-Spione und wissen daher natürlich aus erster Hand, dass man die GEMA als "die Stasi der Musik" bezeichne.

Zum Höhepunkt eines jeden Schwarze-Grütze-Programms haben sich die hanebüchenen Reimereien des Duos entwickelt. Jedes Mal steht dabei eine andere "vom Aussterben bedrohte" Reimform im Fokus, diesmal der Schüttelreim. Das führt zu solchen Ergebnissen: "Ich tanzte mit Angela Salsa - bis ich auf ihrer Haut das Salz sah."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.02.2013

W. Zimmermann

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