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Junge Sänger aus sechs Ländern von drei Kontinenten treffen sich in Dresden

Internationales Kinderchorfestival Junge Sänger aus sechs Ländern von drei Kontinenten treffen sich in Dresden

Junge Sänger aus sechs Ländern von drei Kontinenten werden Dresden ihre Musik, ihre Kultur präsentieren, miteinander fröhlich sein: zur sechsten Auflage des Internationalen Kinderchorfestivals, die unter der Schirmherrschaft des Chefdirigenten der Dresdner Philharmonie, Michael Sanderling, steht.

Der Bibliotheca Alexandrina Children’s Choir aus Alexandria (Ägypten)

Quelle: PR

Dresden. Als vor zehn Jahren der Philharmonische Kinderchor Dresden erstmals ein Internationales Kinderchorfestival in seiner Heimatstadt veranstaltete, war dies ein Geschenk zur 800-Jahr-Feier Dresdens. Seither alle zwei Jahre veranstaltet, ist das mittlerweile von einem ehrenamtlich arbeitenden Verein organisierte Festival mit dem Motto „Brücken bauen – Gemeinsam singen“ ein ganz wunderbares Beispiel dafür, wie gut Verständigung zwischen Menschen unterschiedlichster Herkunft funktionieren kann. Und damit für Dresden wichtiger denn je.

Am Donnerstag ist es wieder soweit: Junge Sänger aus sechs Ländern von drei Kontinenten werden Dresden ihre Musik, ihre Kultur präsentieren, die Stadt an der Elbe für sich entdecken, einfach miteinander fröhlich sein. Zur sechsten Auflage des Festivals, die unter der Schirmherrschaft des Chefdirigenten der Dresdner Philharmonie, Michael Sanderling, steht, reisen der Kodály Zoltán Kinderchor aus Szolnok (Ungarn), der Mädchenchor des Musischen Gymnasiums Salzburg (Österreich), der St. Petersburger Knabenchor (Russland), der Bibliotheca Alexandrina Children’s Choir aus Alexandria (Ägypten) und der Daejeon Observatory Children’s Choir (Südkorea) an. Die Dresdner Gastgeber, deren Chorleiter Gunther Berger zugleich Künstlerischer Leiter des Festivals ist, haben sich in bewährter Weise mit weiteren Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen von hiesigen Schulen und Berufsschulen zusammengetan, um den rund 260 Gästen eine erlebnisreiche Zeit zu bieten. Etliche der Einrichtungen nutzen zum wiederholten Male die Gelegenheit für Grenzen überwindende Begegnungen, andere – wie die Laborschule Dresden – sind zum ersten Mal dabei. Die Schüler beherbergen die Gäste in ihren Familien, künstlerische Ensembles der Schulen musizieren mit den Gästen. Auszubildende des Beruflichen Schulzentrums „Franz Ludwig Gehe“ und des Instituts für Bildung und Beratung Dresden (IBB) haben eine Stadtralley bzw. das Abschlussfest geplant und organisiert.

Der Kodály Zoltán Kinderchor aus Szolnok (Ungarn)

Der Kodály Zoltán Kinderchor aus Szolnok (Ungarn)

Quelle: PR

Neben dem Kennenlernen von Land und Leuten steht naturgemäß das Musizieren im Mittelpunkt des Geschehens. Für das Dresdner Publikum in den sechs Konzerten, daneben aber auch in internen Workshops. Quasi als Ouvertüre finden bereits am Donnerstag zwei Sonderkonzerte statt. In einem präsentiert sich gemeinsam mit dem Chor der Kirchgemeinde Weixdorf der St. Petersburger Knabenchor. Die Jungen kommen von der 1992 gegründeten Knabenchorschule in St. Petersburg, wo insgesamt rund 400 Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 18 Jahren in unterschiedlichen Stufen unterrichtet werden. Ein Konzertchor aus 110 Sängern absolviert jährlich über 50 Auftritte auf den herausragenden Bühnen St. Petersburgs und Moskaus sowie in anderen Städten Russlands und im Ausland. Eine Auszeichnung ist es, zu den rund 40 Sängern zu gehören, die die jährlich stattfindende Konzerttournee nach Frankreich und Deutschland absolvieren. Das zweite Sonderkonzert gestalten der Daejeon Observatory Children’s Choir und der Kinderchor der Laborschule Dresden. Die Geschichte des Chores aus dem südkoreanischen Daejeon reicht bis ins Jahr 1998 zurück. Durch Auftritte bei zahlreichen öffentlichen und privaten Veranstaltungen fest in der Heimatstadt verwurzelt, hat es sich das Ensemble zur Aufgabe gemacht, auch benachteiligten Menschen die Freude an der Musik zu vermitteln.

Im offiziellen Eröffnungskonzert des Festivals am Freitag treten neben den genannten auch alle anderen gastierenden Chöre sowie der Philharmonische Kinderchor auf. Der Chor aus Szolnok wurde vor über 45 Jahren von der Abschlussklasse der dortigen Kodály-Schule gegründet. Heute besteht er aus 130 aktuellen und ehemaligen Schülern der Schule. Mehrfach als Chor des Jahres beim ungarnweiten ‘Singing Youth’ Wettbewerb ausgezeichnet, absolviert das Ensemble auch eine Vielzahl internationaler Auftritte. Der Mädchenchor des Musischen Gymnasiums Salzburg vereint knapp 20 ausgewählte Schülerinnen der Oberstufenklassen mit Schwerpunktfach Musik. Seit der Gründung im Jahr 2000 hat der Chor neben CD-Produktionen und Konzertreisen nach Deutschland, Italien, Slowenien und Lettland auch bei vielen Chorwettbewerben äußerst erfolgreich teilgenommen. Auf die Eröffnung der Bibliothek von Alexandria im Jahr 2002 geht die Gründung des dortigen Kinderchores zurück. Der Chor ist heute eine Plattform zur Förderung von Kindern mit vielfältigen künstlerischen Fähigkeiten, gestaltet in Alexandria, aber auch in Kairo regelmäßig Konzerte mit einem Repertoire in mehreren Sprachen. Dass die Gäste aus Ägypten nach Dresden kommen können, ist der Unterstützung durch das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland und das Goethe Institut zu danken.

Programm

28. April, jeweils 19 Uhr: Pastor Roller Kirche Weixdorf – St. Petersburger Knabenchor und Chor der Kirchgemeinde Weixdorf; Friedenskirche Dresden-Löbtau – Daejeon Observatory Children’s Choir und Chor der Laborschule Dresden 

29. April, 19.30 Uhr, Boulevard-Theater: Eröffnungskonzert mit allen Chören

30. April, 19 Uhr, Gemeindehaus der Christuskirche Strehlen: Philharmonischer Kinderchor Dresden, Bibliotheca Alexandrina Children’s Choir, Kodály Zoltán Kinderchor 

1. Mai, 19 Uhr, Gemeindehaus der Christuskirche Strehlen: Mädchenchor des Musischen Gymnasiums Salzburg, St. Petersburger Knabenchor, Daejeon Observatory Children’s Choir

3. Mai, 20 Uhr, Frauenkirche Dresden: Abschlusskonzert mit allen Chören

Karten für das Eröffnungskonzert sind online über www.kinderchorfestival-dresden.de und über den Besucherservice der Dresdner Philharmonie (Tel. 0351/4866 866) sowie an der Abendkasse erhältlich. Karten für das Abschlusskonzert gibt es beim Ticketservice der Stiftung Frauenkirche (Georg-Treu-Platz 3, Tel. 0351/656 06 701, ticket@frauenkirche-dresden.de) und den angeschlossenen Vorverkaufsstellen sowie an der Abendkasse. Die Sonder- und Begegnungskonzerte finden bei freiem Eintritt statt; Spenden sind erbeten.

www.kinderfestival-dresden.de

 

Alle genannten Chöre werden sich beim Eröffnungskonzert – das im Übrigen dem kürzlich verstorbenen Kurt Masur gewidmet ist, der 2010 Schirmherr des Festivals war und 1967 die Philharmonischen Chöre mitbegründet hatte – mit landestypischer Musik vorstellen. Solche wird auch in den Begegnungskonzerten mit jeweils drei Chören an den Folgetagen eine wichtige Rolle spielen.

Noch einmal alle Ensembles sind zum Abschluss am 3. Mai mit einem geistlichen Programm zu erleben. Wie bei bislang jedem Festival wird bei dem in Kooperation mit der Stiftung Frauenkirche stattfindenden Konzert ein eigens für das Festival komponiertes Werk für Kinderchöre uraufgeführt. Das diesjährige Werk stammt von dem österreichischen Komponisten Franz M. Herzog und trägt den Titel „Bridge of Hope” (dt. Brücke der Hoffnung). Basis für das Stück sind sieben Texte von Konfuzius, Nelson Mandela u.a. über Toleranz, Nächstenliebe und die Bitte um Frieden. Der letzte Teil der Komposition widmet sich dem schon mehrfach vertonten Gedicht „Across the Bridge of Hope“ des 12-jährigen irischen Jungen Shaun McLaughlin. Er hatte es bei einem Lyrikwettbewerb eingereicht und kam kurze Zeit später bei einem Bombenattentat in einem Einkaufszentrum ums Leben.

Von Sybille Graf

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