Volltextsuche über das Angebot:

13 ° / 11 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Junge Bigband-Bande für Dresden - Musikstudenten gründen neue Schülerbigband - Mitstreiter gesucht

Junge Bigband-Bande für Dresden - Musikstudenten gründen neue Schülerbigband - Mitstreiter gesucht

Musik macht Freude, Musik machen noch viel mehr - und zusammen mit anderen erst recht. Der Dresdner Musikstudent Philipp Schoof kann ein Lied davon singen. Seit zwölf Jahren spielt er Saxophon und studiert dieses Instrument mittlerweile im achten Semester an der Dresdner Hochschule für Musik Carl Maria von Weber (HfM).

Voriger Artikel
Alice Cooper kommt mit symphonischer Begleitung nach Dresden
Nächster Artikel
Eine Welt in den Händen - Ein Nachruf auf den Dresdner Buchgestalter Horst Schuster

Philipp Schoof und Matthias Koschnitzke.

Quelle: DNN

Als er zu Schulzeiten erstmals in einer Bigband mitwirken durfte, habe ihm das für seine musikalische Entwicklung "einen wahnsinnigen Schub gegeben", sagt der 25-Jährige. "Später durfte ich beim Landesjugendjazzorchester Brandenburg mitmachen und war schwer begeistert", erinnert sich der gebürtige Berliner.

Die Leidenschaft für Bigband-Musik hat ihn bis heute nicht losgelassen. Seit 2012 ist er Mitglied im Bundesjugendjazzorchester, Leiter der Dresdner Bigband50plus; und weil das noch immer nicht genug ist, plant er derzeit die Gründung einer neuen Schüler-Bigband für Dresden. "Als ich 2005 hier ans Landesgymnasium für Musik kam, gab es dort keine eigene Bigband und ich habe damals einfach eine gegründet", sagt Schoof. Bis heute gebe es in der Stadt nur zwei große Bigbands für Schüler, die am Heinrich Schütz Konservatorium und die am St. Benno Gymnasium - beide institutionsgebunden. Das will er nun ändern. "Die Idee spukt seit etwa einem Jahr in meinem Kopf herum, denn offenbar klafft hier in Dresden immer noch eine Lücke in der musikalischen Jugendbildung", sagt er.

Eine detaillierte Konzeptausarbeitung und zahlreiche Sponsorenabsagen folgten. Inzwischen jedoch steckt die neue Dresdner Schülerbigband schon beinahe in den Geburtswehen. Mit seinem Studienfreund Matthias Koschnitzke - er studiert im siebten Semester E-Gitarre, Komposition und Musikpädagogik an der HfM - fand Schoof einen begeisterten Partner für die künstlerische Leitung des künftigen Klangkörpers. Als offiziellen Träger konnten die Studenten dank glücklich geknüpftem Kontaktnetzwerk den Dresdner Johannstadthalle e.V. gewinnen - einen Verein, der sofort restlos von dem Projekt überzeugt war, ohne gleich Fragen nach dessen Finanzierung zu stellen, und mit der Johannstadthalle auf der Holbeinstraße zudem noch einen Proben- und Auftrittsraum mitliefert.

Fehlen also nur noch die Musiker. Mindestens 17 junge Leute sollten es sein. Besser wären jedoch 25, dann könnten die Instrumentengruppen doppelt besetzt werden. Ein Infoabend lockte Anfang Juli schon 20 interessierte Schüler in die Johannstadthalle. "Wir suchen Leute zwischen 12 und 18 Jahren, die bereits ein Instrument spielen und Lust haben, diese Kenntnisse in einer Bigband zu erweitern", sagt Philipp Schoof. Instrumentenunterricht sei nicht das Ziel dieses Bandprojektes, vielmehr gehe es darum, mit Gleichgesinnten zusammenzutreffen und Musikstücke nicht nur fürs stille Kämmerlein einzustudieren. Das Besondere an seiner Bigband sei, dass sie ganz unabhängig von öffentlichen Institutionen aufgebaut werde und damit auch Schüler aus Dresden und dem Umland mitmachen können, deren Schulen oder Musikschulen nicht über eine eigene Band verfügen.

Die erste Probe steht am 13. September schon dick im Kalender der Johannstadthalle und der beiden künstlerischen Bandleiter notiert. Von da an wird die neue Band einmal pro Woche jeweils 90 Minuten proben, bevor sie nach etwa einem Jahr ihr Debütkonzert in der Stadt geben soll. "Wir haben schon viele Ideen für weitere Konzerte und Workshops, die wir anschließend planen wollen", so Schoof. Dass sich genügend Interessenten für möglichst alle Instrumentengruppen - auch für Trompeten und Posaunen - finden werden, davon ist der Student überzeugt. "Ich bin optimistisch, schließlich haben wir in der Stadt und unter den Kommilitonen, die Unterricht geben, reichlich Flyer verteilt", sagt er.

Dank dem Johannstadthalle e.V. als klar definiertem Träger ist inzwischen auch die Suche nach einigen Sponsoren für die Dresdner Schülerbigband geglückt. Die künftigen Mitglieder können sich demnächst also ganz unbeschwert der Musik widmen. Was dann noch fehlt, ist lediglich ein Name für die neue Bigband. Doch der wird sich beim gemeinsamen Proben sicher schnell finden.

iInfos im Internet: www.johannstadthalle.de/projekte/aktuell; Interessenten können sich telefonisch unter 0351/446 95 68 melden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.08.2013

Nicole Czerwinka

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur News

Entwirren Sie mit schnellem Auge und flinkem Geist den Buchstabensalat des Rätselspiels! Hier kostenlos im Spieleportal von DNN.de spielen! mehr