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Jubiläumsausstellung in Dresden: „Sixtinische Madonna“ erhält neues Glas und neuen Rahmen

Jubiläumsausstellung in Dresden: „Sixtinische Madonna“ erhält neues Glas und neuen Rahmen

Kosmetik statt Lifting für eine 500-Jährige: „Die Sixtinische Madonna" von Raffael in der Dresdner Gemäldegalerie Alte Meister wird zum Jubiläum nur zurückhaltend aufgefrischt.

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Die Sixtinische Madonna in Dresden. (Archiv)

Quelle: dpa

Das Gemälde, dessen ursprüngliche Farbigkeit im Zuge der Zeit verblasst ist, soll nicht restauriert werden. Man habe sich gegen eine Abnahme des Firnis entschieden, sagte Direktor Bernhard Maaz am Dienstagabend im Zwinger.

Denn dieser speichere auch die Geschichte des Gemäldes aus dem 16. Jahrhundert. „Wir werden sie nicht liften ohne Not." Im Zusammenhang mit der großen Jubiläumsausstellung (26. Mai bis 26. August) soll die Sixtina, wie das Bild auch genannt wird, aber neu gerahmt und neu verglast werden. Unter dem Titel „Die schönste Frau der Welt wird 500!" feiern die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden 2012 die Entstehung von Raffaels berühmtester Mariendarstellung. Die Sonderschau mit rund 140 Objekten soll auf den „Malerfürsten der Renaissance" als Schöpfer der Madonnen eingehen, lüftete Maaz ein wenig das Tuch der Konzeption. „Raffael war der Inbegriff von Kunst und des Künstlers mit großer Autonomie, trotz bedeutender Aufträge und Auftraggeber."

Das 1512/1513 wahrscheinlich im Auftrag von Papst Julius II. geschaffene Altarbild „La Madonna Sixtina" hatte Jahrzehnte unbeachtet von der Kunstwelt in der Klosterkirche San Sisto von Piacenza in Norditalien gehangen. Sachsens Kurfürst und Polen-König August III. erwarb es 1754. In Dresden wurde das Bild, in dem Raffael die „schönste Frau der Welt" auf Leinwand bannen wollte, vor allem durch die Romantiker dann weltberühmt.

Die Schau, für die Leihgaben aus internationalen Museen kommen, beleuchtet auch Papst Julius II. als Mäzen sowie weitere Künstler der Renaissance, die Geschichte und Wahrnehmung der Sixtina, die Spiegelung des Ankaufs in der Kunst des 18. und 19. Jahrhunderts sowie die Nutzung des Motivs in Kunsthandwerk und Kunstgewerbe. Auch die separate Weltkarriere der am unteren Bildrand lümmelnden Engel wird dokumentiert - bis zur inflationären Verwendung des Motivs auch auf profanen Alltagsgegenständen. „Auch der Kitsch wird da sein, denn kaum ein Werk ist so verkitscht worden", sagte Maaz.

Simona Block, dpa

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