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José González gastiert am Mittwoch im Alten Schlachthof

Indiefolk José González gastiert am Mittwoch im Alten Schlachthof

Acht Jahre sind seit seinem letzten Soloalbum "In Our Nature" vergangen. Acht Jahre, in denen José González allerdings nicht untätig war. Mit seiner Band Junip veröffentlichte er in dieser Zeit zwei weitere Alben.

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Ein Mann, eine Gitarre: José González steht morgen live auf der Bühne im Alten Schlachthof.

Quelle: PR

Dresden. Acht Jahre sind seit seinem letzten Soloalbum "In Our Nature" vergangen. Acht Jahre, in denen José González allerdings nicht untätig war. Mit seiner Band Junip veröffentlichte er in dieser Zeit zwei weitere Alben und arbeitete unter anderem am Soundtrack für den US-Kinofilm "The Secret Life of Walter Mitty" mit. Ebenso steuerte er für das recht schonungslose Open-World-Spiel "Red Dead Redemption" ein Lied bei.

Solch unterschiedliche Tätigkeiten verlangen nach einem klanglich ebenso unterschiedlichen, prisma-artigen Musikstil, möchte man meinen. Doch das Besondere an José González ist: Seine Musik bleibt sich immer treu. Ein Mann und seine Gitarre, schlicht, puristisch, zerbrechlich und immer einen gesunden Schuss Melancholie. Genau davon kann sich das Publikum am Mittwoch überzeugen - dann kommt der schwedische Musiker mit argentinischen Wurzeln in den Alten Schlachthof.

Sein persönlicher Stil macht José González auch außerhalb seiner nordischen Heimat unverwechselbar. Quer durch seine bisherige Karriere zieht sich ein rot gesponnener Faden, sei es "Crosses" oder "All You Deliver" von seinem ersten, 2003 erschienenen Album "Veneer", "Down the Line" oder "Cycling Trivialities" aus dem Album "In Our Nature" - das ist Indiefolk-Musik in reinster Form. Auch Cover-Versionen drückt er seinen ganz eigenen Stempel auf, wie beispielsweise "Heartbeats", ursprünglich von dem schwedischen Duo The Knife, oder "Teardrop" von der englischen Trip-Hop-Formation Massive Attack. So nimmt es auch nicht wunder, dass er auf seinem neuen Album "Vestiges & Claws", erschienen bei Peacefrog Records, auf gewohnten Pfaden bleibt. Mitunter haben die Lieder etwas mehr Schwung erhalten, doch die erwartete gleichberechtigte Mischung zwischen Leichte und Schwere findet man auch auf der aktuellen Scheibe - und die gekonnt gezupfte Gitarre legt nach wie vor die Basis für die samtig-weiche Stimme.

Sich in der breitgefächerten Indie- und Singer/Songwriter-Szene nach einem Album einen Namen zu machen, schaffen die meisten nur in ihren utopischen Träumen. José González ist es hingegen gelungen - was nicht nur an der Musik an sich liegen mag, sondern auch an der geschickten medialen Streuung seiner Lieder. Fernsehserien wie O. C., California und Scrubs, emotional geschickt aufbereitete Werbefilmchen von Sony oder aber der Kinofilm Vollidiot brachten seine ruhigen und melancholischen Lieder um den Globus, an den Mann (und besonders an die Frau). Seine Lieder dürften dadurch mitunter bekannter sein als sein Name.

Als Support steht die englische Sängerin Jessica Pratt auf der Bühne, die fast schon als weibliches Pendant zu González durchgehen könnte: ebenfalls mit Gitarre, ebenfalls mit einer leichten, sanften Stimme und ebenfalls in ruhiger Singer-Songwriter-Manier. Somit kann man sich auf einen leisen, aber nicht langweiligen, auf einen melancholischen, aber nicht schwermütigen Abend freuen. Die Mischung macht's eben, wie man bekanntlich weiß.

José González (Support: Jessica Pratt) Alter Schlachthof, Gothaer Straße 11 Einlass 19 Uhr, Konzertbeginn 20 Uhr Tickets gibt es im Vorverkauf für 33,55 Euro

Annette Thoma

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