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Johannstädter laden zu verrücktem Musik-Tanz-Theaterprojekt ins Hochhaus ein

Johannstädter laden zu verrücktem Musik-Tanz-Theaterprojekt ins Hochhaus ein

Das gab es so wahrscheinlich noch nie: Ein bewohnter 15-Geschosser wird zum Theater. Akteure sind Johannstädter im Alter zwischen 8 und über 80 Jahren - allesamt Laien auf dem Gebiet der Schauspielerei.

Von Catrin Steinbach

Das gab es so wahrscheinlich noch nie: Ein bewohnter 15-Geschosser wird zum Theater. Akteure sind Johannstädter im Alter zwischen 8 und über 80 Jahren - allesamt Laien auf dem Gebiet der Schauspielerei. Etwa 30 Mieter aus der Pfeifferhannsstraße und 45 weitere Bewohner der Johannstadt machen mit. Dabei sind übrigens auch Schülerinnen und Schüler aus dem St. Benno-Gymnasium. "Heimlicht" heißt das Ganze und findet am 16. und 17. November im Hochhaus Pfeifferhannsstraße 19 in der Johannstadt statt.

Jeweils vier Stunden an beiden Tagen kann man nach Art eines Stationentheaters und eines Wandelkonzertes zwischen etwa 15 Aufführungen bzw. Aktionen in fünf Wohnungen, sieben Fluren, in Treppenhaus, Keller und Gemeinschaftsraum pendeln und sich so seine ganz persönliche Musik-Tanz-Theater-Aufführung zusammenpuzzeln. Einen Orientierungsplan bekommt man mit der

Eintrittskarte (Erw. 7 Euro, ermäßigt 4 Euro) m Eingangsfoyer. Es gibt keine festen Anfangs- und Endzeiten. Die Besucher können am Freitag zwischen 18 und 22 Uhr und am Sonnabend zwischen 16 und 20 Uhr jederzeit kommen und gehen, erklärt Ulrike Cadot-Knorr, Geschäftsführerin des JohannStadthalle e.V.

Der Verein ist Organisator des Projektes, das von der Wohnungsgenossenschaft Johannstadt, vom Fonds Soziokultur und der Landeshauptstadt Dresden unterstützt wird. Die Idee haben JohannStadthalle e.V., der Komponist Dr. Johannes Voit sowie die Regisseurin und Theaterpädagogin Eva Gödan gemeinsam entwickelt. Professionell unterstützt werden sie bei der Umsetzung von der Choreographin und Bewegungstherapeutin Marita Matzk und der Bühnen- und Kostümbildnerin Sophie Uchmann.

Ausgangspunkt für die vielen Szenen, die Intimes, Ritualisiertes, Obskures und Erheiterndes aus dem alltäglichen Leben aufnehmen, sind die Lebensläufe und Anregungen der auf irgendeine Art und Weise mitwirkenden Bewohner der Johannstadt. So haben sich die Gymnasiasten vom Benno-Gymnasium mit dem Thema "Klatsch und Tratsch im Hochhaus" beschäftigt und unter Anleitung des Komponisten Johannes Voit im Treppenhaus eine musikalische Flüsterpost inszeniert. Des Weiteren erwartet die Besucher z.B. Musik und Tanztheater in der Duschkabine, eine Wühlmaus, die im Keller so allerlei zu Tage fördert, Barockdamen, die sich über die Vorzüge einer Neubauwohnung unterhalten oder auch eine Familie, die vergebens versucht, nach Hause zu kommen.

Jede Idee sei nicht nur an-, sondern vor allem ernst genommen worden, freut sich Ursula Bleul. Die fröhliche und quirlige 75-Jährige, die selbst in der Pfeifferhannsstraße 19 wohnt und sich gleich unkompliziert als "Uschi" vorstellt, hat mit ihrem Lebenspartner Karl Rüdiger ("Charly") für "Heimlicht" Ehekrach gespielt. Zudem werden beide am Freitag und Sonnabend als Fahrstuhlbegleiter nicht nur Orientierungshilfe geben und den erhofften Besucheransturm etwas lenken, sondern auch so ganz nebenbei auf verschiedene Weise für Unterhaltung sorgen. "Bei Heimlicht spielt sich das wahre Leben ab", sagt Uschi. Wobei manchmal nicht auszumachen sein wird, was Realität und was Inszenierung ist. Aber wie sagt Uschi treffend? "Im Grunde ist doch das ganze Leben Theater."

Die DNN verlosen für das Musik-Tanz-Theater "Heimlicht" 3 mal 2 Eintrittskarten. Sie können selber wählen, wann Sie die Aufführung in der Pfeifferhannsstr. 19 besuchen: entweder am 16.11. (18-22 Uhr) oder am 17.11. (16-20 Uhr). Wenn Sie gewinnen möchten, dann schreiben Sie bis 13. November eine Mail an c.steinbach@dnn.de (Betreff: Heimlicht), ein Fax (0351/8075221) oder eine Postkarte an die DNN-Lokalredaktion, Kennwort: Heimlicht, Hauptstr. 21, 01097 Dresden. Bitte geben Sie sowohl in der Mail als auch auf Fax bzw. Postkarte ihren vollständigen Namen, die Adresse und eine Telefonnummer an, unter der Sie immer erreichbar sind. Nur so können wir Sie im Falle eines Gewinnes verständigen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.11.2012

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