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Joachim Klement wird neuer Intendant am Staatsschauspiel Dresden

Joachim Klement wird neuer Intendant am Staatsschauspiel Dresden

oachim Klement wird 2017 Intendant des Staatsschauspiels Dresden. Der Chef des Staatstheaters Braunschweig tritt die Nachfolge von Wilfried Schulz an, der 2016 als Intendant ans Schauspielhaus Düsseldorf wechselt.

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Das Staatsschauspiel Dresden hat Joachim Klement als neuen Intendanten vorgestellt.

Quelle: Nina Stiller

In der Zwischenzeit soll ein Interimsintendant in Dresden das Sagen haben. Die Personalie steht zumindest offiziell noch nicht fest.

Sachsens Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD) stellte Klement am Dienstag im Schauspielhaus vor. Er stehe für Kontinuität und könne auch neue Akzente setzen, sagte sie. Klement bekommt einen Vertrag über fünf Jahre. Er nannte drei Gründe für einen Wechsel nach Dresden: Neugier, Offenheit und Sentimentalität.

Das letztgenannte Motiv bezog er auf seine Zeit als junger Dramaturgie-Assistent, als das Düsseldorfer Schauspielhaus noch vor dem Fall der Mauer mit den Kollegen in Dresden kooperierte. Klement kündigte für seine Amtszeit ästhetische Vielfalt vom klassischen Sprechtheater bis hin zu zeitgenössischen Formaten an: „Ich bin ein großer Freund von starken Ensembles und deutlich kenntlichen Regiehandschriften.“ Wie sein Vorgänger will auch der neue Intendant selbst keine Regie führen. Das seien verschiedene Berufe: „Ich kenne einfach zu viele Regisseure, die das so viel besser machen können, dass ich nicht den Eindruck hatte, ich müsste die deutsche Theatergeschichte um eine Mittelmäßigkeit mehr bereichern.“

Klement will nach eigenem Bekunden auch nicht alles an dem Haus umkrempeln: „Es wird Kontinuitäten geben. Ich bin kein Mensch des Tabula rasa, überhaupt nicht, ganz im Gegenteil.“ Er halte eine ganze Menge von Fortsetzung und Tradition. Das Kunstministerium hatte für die Intendanten-Nachfolge keine Findungskommission eingesetzt, sondern sich selbst auf die Suche begeben. Ministerin Stange machte am Dienstag noch einmal deutlich, dass sie Schulz nur schweren Herzens ziehen ließ. Die Übergangszeit soll auch genutzt werden, um die Obermaschinerie im Schauspielhaus und andere Dinge zu sanieren.

Aus diesem Grund wird das Theater im Sommer 2016 für viereinhalb Monate geschlossen. In dieser Phase soll das Kleine Haus als zweite Bühne des Staatsschauspiels intensiv bespielt werden. Womöglich kommt noch eine neue Spielstätte hinzu. Mit der Intendanz im Schauspielhaus hat Ministerin Stange eine von zwei offenen Schlüsselpositionen im sächsischen Kunstbetrieb besetzen können. Für den Chefposten der Semperoper gibt es dagegen noch immer keine Nachfolge.

Dem designierten Intendanten Serge Dorny war im Februar 2014 ein halbes Jahr vor dem geplanten Amtsantritt wieder gekündigt worden. Als Stange im Herbst Ministerin wurde, fand sie beide Chefsessel unter dem Dach der Sächsischen Staatstheater verwaist vor. Stange wollte am Dienstag nicht ausschließen, dass noch vor der Sommer eine Entscheidung in punkto Semperoper fällt.

dbr

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