Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 4 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Jetzt kann Amalia wirklich weg: Büste an der St. Petersburger Straße wird abgebaut

Jetzt kann Amalia wirklich weg: Büste an der St. Petersburger Straße wird abgebaut

Es hat sich bald "ausgeknutscht" auf der Rasenfläche an der St. Petersburger Straße. Über ein Jahr lang zierte die Skulptur "Amalia", die Lippen zum Kuss gespitzt, das Grün zwischen dem Dresdner Rathaus und der Lingnerallee.

Voriger Artikel
Öffnung und Vernetzung: Wilfried Krätzschmar ist neuer Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Nächster Artikel
Kultur-Ranking: Dresden steht bundesweit an dritter Stelle

Noch ein Kuss und dann ist Schluss: Amalia und ihr Kussmund räumen am Freitag kommender Woche das Grün an der St. Petersburger Straße.

Quelle: Susann Schädlich

Der Künstler André Tempel hatte die hölzerne Büste dort im Juni 2013 errichtet. Am kommenden Freitag, dem 11. Juli, muss Amalia nun weichen.

Den Blick und ihre geschürzten Lippen in Richtung einer vierreihigen Lindenallee gerichtet, sollte Amalia das Areal "wachküssen". Denn ihrem Schöpfer André Tempel erschien die baumumgebene Route, trotz des Straßen-Tohuwabohus ringsherum, in eine Art unfreiwilligen Dornröschen-Schlaf verfallen zu sein. Obwohl eine fachkundige Kommission der Landeshauptstadt für Kunst im öffentlichen Raum den vier Meter hohen, fünf Meter breiten und sechs Meter tiefen Frauenkopf für den Standort auserwählt hatte, schien der unorthodoxe Kussmund mitten in der Dresdner Innenstadt manchem Bürger ein Dorn im Auge zu sein.

So auch Bettina Lingat: Die Angestellte bei der Stadt sagte damals DNN gegenüber: "Diese Skulptur hat meiner Meinung nach nichts Ästhetisches". Galvaniseur Stefan Winkler sprach sogar von "einem Haufen loser Bretter, die irgendwie übereinander gestapelt wurden" und forderte, den Platz besser zu nutzen. Einigen Dresdnern schien es Amalia aber auch angetan zu haben: Musikprofessorin Uta-Maria Frenze und Verwaltungsmitarbeiter Michael Breidung befanden die Figur beispielsweise für sehr interessant.

DNN nahmen damals die Diskussion zum Anlass und startete eine Online-Umfrage mit dem Titel: "Ist die Amalia Kunst oder kann sie weg?". Das Ergebnis: 87 Prozent der insgesamt 90 Umfrageteilnehmer stimmten für "kann weg".

Am kommenden Freitag wird die Büste nun tatsächlich abgebaut. Jedoch nicht, weil sie einigen Dresdnern missfiel. Amalia sollte von Beginn an nur temporär auf dem Wiesenstreifen verweilen. Zum feierlichen Abbau um 20 Uhr an der St. Petersburger Straße sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.07.2014

Susann Schädlich

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur News

Entwirren Sie mit schnellem Auge und flinkem Geist den Buchstabensalat des Rätselspiels! Hier kostenlos im Spieleportal von DNN.de spielen! mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr