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Jazz-Gitarren-Star Biréli Lagrène setzte dem String Spring Festival die Krone auf

Jazz-Gitarren-Star Biréli Lagrène setzte dem String Spring Festival die Krone auf

Der 45-Jährige riss das Publikum im voll besetzten Konzertsaal der Dresdner Musikhochschule mit seinen gekonnten Improvisationen zu frenetischem Beifall hin: Der französische Jazz-Gitarrist Biréli Lagrène überstrahlte zum Abschluss des viertägigen String Spring Festivals als Teil des hfmdd jazz orchestras der Hochschule alle und alles.

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Umjubelter Improvisateur: Biréli Lagrène mit dem hfmdd jazz orchestra.

Quelle: rare

Für Fest-Initiator und -Organisator Thomas Fellow ein echter Glücksgriff.

Happy end einer langen Vorbereitungsgeschichte. Lagrène, der zwar bescheiden wirkt, ist beileibe kein einfacher Charakter mit keinem einfachen Management. Nicht nur, dass Lagrène sich auf eine studentische Ausbildungs-Bigband unter einfühlsamer Leitung von Prof. Thomas Zoller einließ, sondern der Sinto gab in einem Workshop auch Einblicke in sein Leben. Obschon Gitarren-Professer Ralf Beutler, didaktischer Kopf der Fachrichtung Jazz/Rock/Pop, mit Fragen versuchte, hinter das Geheimnis von Lagrènes Virtuosität zu kommen, erfuhren die Studierenden nicht viel Praktisches zur Jazz-Improvisation, durften aber mit dem Star zusammenspielen. Als Fazit blieb hängen: Biréli hat mir vier Jahren angefangen, Gitarre zu spielen, mit fast sieben Jahren beginnt seine Erinnerung an Lehrstunden. Doch da konnte er schon alles. Was soll man da analysieren? Ein Wunderkind eben.

Das "Saitenfrühling"-Festival, das wieder vom Professor für Akustische Gitarre, Thomas Fellow, in mühevoller unbezahlter Kleinarbeit vorbereitet wurde, wies eine fantastische Klammer auf. Lagrène als Abschluss und die Geburt eines neuen strahlenden Sterns am Gitarren-Quartett-Himmel zum Auftakt des Festivals. Das ist beileibe nicht zu hoch gegriffen. Was die beiden Klassik-Ikonen Pavel Steidl (Tschechien) und Zoran Dukic (Kroatien) mit den Dresdnern Reentko Dirks und Fellow in ihrem Konzertdebüt als European Guitar Quartett hinzauberten, nötigte auch Skeptikern Respekt ab. Neben genialen Interpretationen von Kompositionen der Tango-Legende Astor Piazzolla stach vor allem die Dirks-Komposition "Danza non Danza" ins Ohr. Während Steidl und Dukic eher die Tiefen der Phrasierung ausloteten, suchten Fellow und Dirks mit viel Feingefühl die Klassiker rhythmisch geschmackvoll einzubetten. Klassik trifft Worldmusic, Interpretation trifft Innovation, Romantik (Steidl) und Balkan-Folklore (Dukic) treffen Groove (Fellow) und Percussion (Dirks) - ein bislang gelungenes, von gegenseitigem hohen Respekt getragenes tolles Experiment.

Weniger gelungen war der Versuch, den Klangtüftler Eivind Aarset logisch einzubinden. Der sympathische Norweger arbeitet mit Effekten und Computer. Gitarrenspiel gab es nicht zu bewundern. Das nötigte manchen Besucher beim Konzert zum vorzeitigen Abgang. Insgesamt ging das Konzept aus Festival und Gitarren-Wettbewerb (DNN berichteten), wieder auf. Wermutstropfen: Das nächste String Spring Festival findet erst wieder in drei Jahren statt. Ralf Redemund

Mehr Infos unter www.hfmdd.de/aktuell sowie www.thomasfellow.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.04.2012

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