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Jan Voglers Meisterkonzerte gehen in die 20. Saison und feiern für Moritzburg vor

Jan Voglers Meisterkonzerte gehen in die 20. Saison und feiern für Moritzburg vor

Es war die Gründerzeitstimmung, manchmal auch die Unsicherheit der Nachwendejahre, der das Jahr 2012 so manche "20-Jährigen" bei Konzertreihen, Vereinen etc.

verdankt. Wer durchhielt bzw. durchhalten konnte, der feiert jetzt. Zum Beispiel die "Meisterkonzerte auf Schloss Albrechtsberg" ihre 20. Saison. Was zur Folge hat, dass von den fünf Konzerten der am Freitag beginnenden Saison 2012/13 gleich drei euphorisch zu Jubiläumskonzerten ausgerufen werden.

Jan Vogler, Künstlerischer Leiter der von den Dresdner Neuesten Nachrichten präsentierten Meisterkonzerte, blickt zunächst einmal mit Stolz zurück: "Die Reihe hat mit wunderbaren Konzerten eine sehr schmerzhafte Lücke in Dresden geschlossen, wo ein Rahmen fehlte, in dem die besten Streichquartette und Solisten mit anspruchsvollen Kammermusikprogrammen gastieren können. Im intimen Ambiente des Kronensaals hat das Publikum in den vergangenen Jahren so manche Sternstunde erlebt, und ich freue mich, dass wir - fast nur aus privaten Mitteln finanziert - die hohe Qualität zwanzig Jahre durchhalten konnten."

Mit dem Blick zurück hält sich der Cellist und Intendant auch der Dresd- ner Musikfestspiele und des Moritzburg Festivals bekanntlich nicht lange auf. Im Gegenteil: Er verbindet die Freude über das hier und jetzt Erreichte stets mit dem Blick nach vorn. Also bietet die Jubiläumssaison der Meisterkonzer- te schon mal auch Vorfreude auf das 20. des Moritzburg Festivals 2013, präsentieren die erwähnten drei Jubi- läumskonzerte typische Moritzburg- Programme. Die Verbindung zwischen beiden Seiten ist eng, hatte doch das Moritzburg Festival die Meisterkonzerte mit der Spielzeit 2007/08 von der Konzert- und Kongressgesellschaft mbH Dresden in seine Trägerschaft übernommen.

Jan Vogler sieht die Reihen faktisch als Geschwister. Ohne eine großzügige finanzielle Unterstützung des Moritzburg Festivals würden die Meisterkonzerte nicht existieren können, so der Musiker. "Die wiederum ergänzen in der Saison sehr schön die Botschaft des Sommerfestivals und verkürzen die Wartezeit auf das nächste Moritzburg Festival", beschreibt Vogler die Synergieeffekte.

Die angekündigten drei "typischen Moritzburg-Programme" der diesjährigen Meisterkonzert-Saison wurden von den Gründern des Festivals konzipiert: Der Geiger Kai Vogler zeichnet für das Programm am 19. Oktober verantwortlich, Cellist Peter Bruns für jenes am 7. Dezember und Jan Vogler für das Konzert am 28. März nächsten Jahres, das in Kooperation mit der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden in deren Konzertsaal stattfindet.

Inhalt und Wesen eines Moritzburg- typischen Angebots beschreibt Vogler so: "Eine Kombination aus Entdeckungen, Werken unserer Zeit und den großen Werken der Kammermusikliteratur. Das Programm steht immer zuerst fest, es hat mich immer interessiert, die Werke sehr individuell mit Spielern zu besetzen, die für das jeweilige Repertoire eine besondere Affinität haben. Und sie kommen erst vor Ort zusammen, um die Werke zu erarbeiten."

Natürlich erscheinen die anderen beiden Meisterkonzerte nicht weniger interessant und prominent: Einem für ein klassisches Kammerkonzert eher untypischen Instrument sieht sich das Publikum am 8. Februar gegenüber. Die 22-jährige Saxophonistin Asya Fateyeva, 2010 bereits bei den Musikfestspielen zu Gast, wird gemeinsam mit dem Pianisten Sergej Markin Werke von Berio, Franck, Rosenblatt und - Vivaldi interpretieren. "Da wird sie die Grenzen des Saxophons austesten", verspricht Jan Vogler. "Es ist ein sehr wandlungsfähiges Instrument, dem Cello nicht unähnlich. Ich denke, der Vivaldi wird in neuen Farben erklingen."

In Kooperation mit den Musikfestspielen findet am 23. Mai das letzte Konzert der Saison statt. Zu Gast ist dann die Pianistin Mari Kodama, die sich durch ihr musikalisches Feingefühl und ihre herausragende Virtuosität international einen Namen gemacht hat. In Dresden bietet sie ein kontrastreiches Programm mit Musik von George Benjamin und Johann Sebastian Bach.

Bis dahin lässt sich dann vielleicht auch Genaueres zum Verbleib der Meisterkonzerte auf Albrechtsberg sagen. Da die Konzert- & Kongressgesellschaft mbH Dresden als bisheriger Betreiber des Schlosses aufgelöst wurde und die Messe Dresden deren Funktion teilweise übernommen hat, gibt es Gesprächsbedarf. Den Status quo formuliert Jan Vogler so: "Im Moment haben alle Beteiligten Interesse daran bekundet, dass die Reihe weiter auf Schloss Albrechtsberg bleibt. Sie ist auch ein Highlight für das Schloss und hat ihre eigene Identität."

19. Oktober: Jubiläumskonzert I - Kai Vogler (Violine), Ulrich Eichenauer (Viola), Henri Demarquette (Cello), Alfredo Perl (Klavier) mit Werken von Mozart, Schönberg und Brahms

7. Dezember: Jubiläumskonzert II - Peter Bruns (Cello), Kai Vogler (Violine & Viola), Sabine Kittel (Flöte), David Orlowsky (Klarinette), Roglit Ishay (Klavier), Salomé Kammer (Gesang) mit Werken von Weber, Beethoven und Schönberg

8. Februar 2013: Asya Fateyeva (Saxophon) und Sergei Markin (Klavier) mit Werken von Vivaldi, Berio, Franck und Rosenblatt

28. März: Jubiläumskonzert III - Jan Vogler (Cello), Benjamin Schmid, Mira Wang (Violine), Lise Berthaud (Viola), Nils Mönkemeyer (Viola) u. a. mit Streichsextetten von Brahms

23. Mai: Mari Kodama (Klavier) mit Werken von Bach und Benjamin

Beginn immer 20 Uhr auf Schloss Albrechtsberg, nur das Konzert am 28. März 2013 findet 19.30 Uhr im Konzertsaal der Musikhochschule statt.

Karten sowie kostengünstigere Abonnements über das Büro des Moritzburg Festivals, Maxstraße 8, 01067 Dresden, Tel: 0351/8 10 54 95, Fax 0351/ 8 10 54 96, E-Mail: buero@moritzburgfestival.de sowie über die Konzertkassen Florentinum, Schillergalerie und Saxticket im Filmtheater Schauburg und alle bekannten Reservix-Vorverkaufskassen oder unter Reservix

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.10.2012

Sybille Graf

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