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Interview mit Vonda Shepard, die am Nikolaustag in der Dresdner Lukaskirche gastiert

Interview mit Vonda Shepard, die am Nikolaustag in der Dresdner Lukaskirche gastiert

Heute singt Vonda Shepard, die zum ersten Mal auf einer Solotournee ist, in der Dresdner Lukaskirche. Reduziert auf den Kern ihrer Kunst, nur mit Stimme und sich selbst am Flügel begleitend, wird sie einen persönlichen Abend gestalten, in dem sie ihre größten Erfolge und einige neue Songs präsentiert.

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Derzeit auf Solotour: die aus der Fernsehserie "Ally McBeal" bekannte Sängerin und Songwriterin Vonda Shepard.

Quelle: A. Weihs

Andreas Weihs sprach mit Vonda Shepard.

Frage: Wie sind ihre Erinnerungen an Dresden?

Vonda Shepard: Meine Lieblingsbeschäftigung am Konzerttag ist, allein durch die Stadt zu spazieren, in Cafés zu sitzen und zu beobachten. Das habe ich auch in Dresden getan. Ein wenig kann ich mich an die Stadt erinnern, aber leider nicht mehr sehr viel. Was ich aber noch sicher weiß: Wir hatten eine wirklich tolle Show. Ich freue mich jetzt schon darauf zurückzukehren.

Sie treten in einer Kirche auf. Ist das ein guter Ort für ihre Musik?

Ja, ich denke schon. Für meine erste Solotour, nur ich und mein Klavier, ist die Atmosphäre in einer Kirche wirklich cool, glaube ich. Der Hall wird die Kirche mit meiner Musik füllen. Ich arbeite daran, die Show dynamisch zu gestalten, mit vielen ruhigen Momenten. Das wird an so einem Ort gut funktionieren.

Was ist das Neue an der Show?

Das wirklich Neue ist: Ich werde ganz allein am Klavier sitzen und meine Lieder singen. Kurz vor meiner Tournee ist das neue Album erschienen, auf dem ich bereits veröffentlichte, ältere Songs von mir noch einmal neu interpretiere, nur vom Klavier begleitet. Dafür habe ich unter anderem "Don't Cry Ilene" von meinem allerersten Album 1998, "Lose My Way" von 2002 und "Soothe Me" von 1998 neu aufgenommen. Die stelle ich in meinen Konzerten vor, mit ein paar neuen Liedern.

Sie wurden bekannt durch ihre Mitwirkung in der Erfolgsserie "Ally McBeal". Es gibt mehrere Versionen, wie es dazu kam. Wie sieht die wahre Geschichte aus?

Die Wahrheit ist: David Kelley, der sich die TV-Show ausdachte, kannte ich schon lange, bevor er "Ally McBeal" erfand. Ihn habe ich kennengelernt durch seine Ehefrau Michelle Pfeiffer, die eine ganz liebe alte Freundin von mir ist. Eines Abends hatte ich einen Auftritt in LA, zu dem ich die beiden einlud. Danach fragte mich David, ob er einige Lieder für seine neue TV-Show verwenden darf. Ich dachte, er redete nur über ein, zwei Songs, doch er wollte auch mich selbst in seiner Show haben. Also flog ich nach Los Angeles, wurde Teil der Serie und produzierte die meisten Lieder mit den in der Serie auftretenden Gast-Künstlern.

Wie wichtig war die Show für sie als Sängerin?

Sehr wichtig! David Kelley hat erkannt, dass meine Stimme viel Soul hat und dass ich damit gut umgehen kann. Dass er mich in die Rolle des Musikproduzenten für die Show gebracht hat, war eine große Ehre für mich. Als Sängerin forderte mich die Rolle in der Serie, weil wir oft drei oder vier Songs an einem Tag aufnahmen.

Sie konnten mit bekannten Künstlern arbeiten, wie Al Green, Barry White, Tina Turner, Elton John, Sting, Gladys Knight...

Ich fühlte mich wie im Himmel! Die Liste der Leute, mit denen ich gearbeitet habe, ist so lang. Darauf stehen auch Jon Bon Jovi, Barry Manilow und viele andere. Ich fühlte mich wie mitten in einem Tornado, es kam ein großartiger Künstler nach dem anderen.

Was haben sie gedacht, als die Serie abgesetzt wurde?

Natürlich habe ich gewusst, dass es einmal vorbei und es für mich so etwas wie ein Schock sein wird. Als dann der Anruf von David kam, war ich irgendwie erleichtert. Ich habe mir gesagt: Okay, das war's. Die Show war großartig, aber nun bin ich bereit weiterzugehen. Ich hatte mein nächstes Album zu schreiben, das war "Chinatown".

Gibt es ein Leben nach der Serie?

Ich habe geheiratet und einen fünfjährigen Sohn. Mein Leben ist wunderbar. Es ist mehr geerdet, aber auch ein wenig crazy. Es gibt viel zu tun, wenn du ein Kind hast. Du musst es zur Schule bringen und wieder abho-len, Essen kochen, die Wohnung putzen. Das ist wie bei allen anderen Men- schen auch. Ich bin jetzt sehr viel glücklicher.

Lieben sie es, Songs zu schreiben?

Wenn ich mitten drin bin beim Schreiben, dann ist das für mich das beste Gefühl der Welt. Als Songschreiber muss man sich in eine Sache ganz tief einlassen und es erfordert viel Disziplin, sonst funktioniert es nicht. Es ist schwer, einen Anfang zu finden, aber wenn ich alle Lieder für ein Album geschrieben habe, möchte ich am liebsten nicht mehr aufhören.

Vonda Shepard heute, 20 Uhr, Lukaskirche

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.12.2011

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