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Internationale Tage der mittelalterlichen Musik in Freyburg werfen Blick nach Skandinavien und ins Baltikum

Internationale Tage der mittelalterlichen Musik in Freyburg werfen Blick nach Skandinavien und ins Baltikum

"Es war ein König in Thule, / Gar treu bis an das Grab, / Dem sterbend seine Buhle / einen goldnen Becher gab, lautet der Beginn einer Ballade von Goethe. Thule, das spielt an auf die von dem antiken griechischen Entdecker Pytheas aus Massilia (Marseille) im 4. Jahrhundert v.

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Kirche St Marien in Freyburg, eine der Montalbane-Spielstätten.

Quelle: Stefan Schweiger

Chr. beschriebene Insel, über die die Überlieferung so dünn ist, dass Thule schon in römischer Zeit und im Mittelalter eine mystische Bedeutung erhielt, die eher an Avalon oder Atlantis oder Camelot als an die nüchterne Geografie erinnert.

In die den mythischen Festhallen der Nordkönige entführt auch das Eröffnungskonzert der XXII. Internationalen Tage der mittelalterlichen Musik "montalbâne in der Marienkirche von Freyburg am morgigen Freitag, 19 Uhr, steht diesem Jahr doch die Musik der Nordländer im Mittelpunkt. Anhand der wenigen überlebenden Melodien aus Skandinavien und von den Britischen Inseln wollen Poul Høxbro (Einhandflöte & Trommel, Kuhhorn, Lure), Ian Harrison (Dudelsack, Fidel, Gesang) und Susanne Ansorg (Fidel) die Pracht eines Hoffestes im "Hohen Norden" wiedererstehen lassen, wobei ihnen mit Jörg Peukert ein eloguenter Redner und mit Kelvin Kalvus ein virtuoser Jongleur zur Seite stehen. Auch das weitere Programm am Sonnabend und Sonntag kann sich sehen und hören lassen. So gelang es, das Ensemble Skandinieki an die Unstrut zu holen, eines der ältesten Volksmusikensembles Lettlands und maßgeblich beteiligt an der "singenden Revolution". Die Gruppe beschwört am Sonnabend, 15 Uhr, den Zauber eine baltischen Mittsommernacht, besingen Saule - die Sonne - und Janis - den Gott Johannes -, der die Felder segnet und reiche Ernte verspricht.

Ab 19 Uhr erklingen dann Volkschoräle und Runengesänge von beiden Seiten des mare balticum, dargeboten von der fünfköpfigen estnischen Gruppe Triskele, die von der schwedischen Sängerin Miriam Andersén unterstützt werden. Von ihr stammt auch das Konzept dieses Konzerts, das ganz dem Regilaul verpflichtet ist, dem Runengesang - zum ersten Mal im 12. Jahrhundert von Saxo Grammaticus erwähnt wird: am Vorabend einer Schlacht, als estnische Krieger diese eigentümlich monotonen Melodien von geheimnisvoller Kraft sangen. Und um 22 Uhr bringt das Trio Ulv unter dem Motto "Die Feuerprobe" nordische Hymnen und Balladen zu Gehör. C.R.

weitere Infos auch zum Programm am Sonntag unter Tel. (03443) 3480480

www.montalbane.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.06.2012

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