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Instrumentenbauer rekonstruiert Carl Maria von Webers Gitarre

Instrumentenbauer rekonstruiert Carl Maria von Webers Gitarre

Das Museum für den Komponisten Carl Maria von Weber (1786-1826) in Dresden ist um ein klingendes Exponat reicher. Instrumentenbauer Stefan Martin rekonstruierte die Gitarre des Musikers, die nachweislich 1817 von Webers Verlobter Caroline Brandt in Prag erworben wurde.

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Carl Maria von Weber

Quelle: Archiv

Wenig später heirateten die beiden. Das Instrument ging in den Wirren des Zweiten Weltkrieges aus dem Bestand des Berliner Musikinstrumentenmuseums verloren. Nur ein Foto und eine kurze Beschreibung blieben erhalten. Am Donnerstag erklang der Nachbau mit den damals üblichen Darmsaiten im Dresdner Weber-Museum und verströmte einen intimen, kammermusikalischen Klang. Nach den Worten von Gitarristin Elke Jahn ist das Instrument aufschlussreich für die klanglichen Vorstellungen des Komponisten.

Nach den Worten von Andreas Michel, Professor für Musikinstrumentenkunde an der Westsächsischen Hochschule Zwickau, hielt die Gitarre erst verspätet Einzug in die deutsche Musiklandschaft. Während sie in Spanien, Italien oder Frankreich als feste Größe der Barockzeit galt, sei sie erst am Ende des 17. Jahrhunderts nach Deutschland gekommen. Dresden habe dann bei der Einführung des Instrumentes eine wichtige Rolle gespielt. So habe der hier lebende Komponist und Kapellmeister Johann Gottlieb Naumann (1741-1801) schon kurz vor der Jahrhundertwende Gitarre gespielt.

Weber gilt auf dem Instrument keineswegs als Virtuose. Er schuf aber neben Liedern ein Divertimento für Klavier und Gitarre und setzte das Zupfinstrument auch für Schauspielmusik ein.

Fortan wird die Gitarre in einer Vitrine ausgestellt und gelegentlich bei Konzerten gespielt. Stefan Martin, der im 7. Semester Musikinstrumentenbau an der Zwickauer Hochschule studiert, hatte monatelang an dem Stück gearbeitet und viele Informationen gesammelt, um die Gitarre so authentisch wie möglich nachzuempfinden.

Das Weber-Museum begeht in diesem Jahr den 225. Geburtstag und 185. Todestag des Komponisten. Einen Tag nach dem Geburtstag am 19. November gibt es dort ein Konzert. Weber hatte die vergangenen zehn Jahre seines Lebens in Dresden als Kapellmeister des Königlichen Hoftheaters gewirkt. In die Dresdner Zeit fallen seine bedeutendsten Werke, darunter die Opern „Der Freischütz", „Euryanthe" und „Oberon". Sein damalige Wohnhaus in Hosterwitz ist seit 1957 Museum.

dpa

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