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Insolventer Veranstalter - Auswirkungen auf Comödie Dresden noch nicht absehbar

Insolventer Veranstalter - Auswirkungen auf Comödie Dresden noch nicht absehbar

"Ein kaufmännischer Fehler." So lautet die knappe Einschätzung von Helgi Heumann. Der Dresdner Rechtsanwalt ist vom Amtsgericht Leipzig zum Insolvenzverwalter der Absolute Entertainment Concert GmbH bestellt worden (DNN berichteten).

Er kümmert sich nun vorrangig darum, die Veranstaltungen, die Geschäftsführer Stefan Schepnitz mit seiner Leipziger Firma für 2014 geplant hatte, auch durchführen zu können. Knapp 30 Termine sind es, ein Drittel davon sollte nach bisherigen Planungen in der Dresdner Comödie über die Bühne gehen.

Schepnitz hatte am 23. Dezember 2013 einen Insolvenzantrag gestellt, nachdem offenbar für ihn absehbar war, dass die von seiner Firma organisierte Dresdner Dinnershow "Lumières" der Santa Clowns im Kristallsaal der Zeitenströmung Schiffbruch erleiden würde. Laut Heumann hat sich Schepnitz dabei schlicht "verkalkuliert". Schepnitz habe aber auch "sauber reagiert und die Sache beendet, um den Schaden nicht noch größer werden zu lassen", wie der Anwalt gestern auf Anfrage einräumte.

Nun muss sich Heumann darum kümmern, dass alles weiterläuft - vor allem die von der insolventen Firma organisierten Veranstaltungen. Die erste davon soll am 22. Januar in der Comödie stattfinden: das Gastspiel von Volker Heißmann, dem stimmgewaltigen Comedian.

Heumann gibt sich dabei verhalten optimistisch. Die Vertragspartner wollen seiner Einschätzung nach weitermachen. "Doch die Kosten müssen natürlich gedeckt sein." Gute Nachrichten gab es von Heumann für die beiden fest angestellten Mitarbeiterinnen der Absolute Entertainment Concert GmbH. "Ihre Arbeitsverhältnisse bestehen fort."

Andere Auswirkungen sind dagegen zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar. Es sei beispielsweise noch sehr schwer zu sagen, ob die Dresdner Comödie von den Turbulenzen betroffen sein wird. "Die Vorgabe ist aber, die Comödie nicht in Schwierigkeiten zu bringen", machte Heumann klar. Er werde in Kürze mit deren Geschäftsführer Olaf Maatz über die Situation sprechen. Schepnitz ist ebenfalls Geschäftsführer der Comödie. Er war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

"Ich sehe das tiefenentspannt", kommentierte Maatz gestern das Ganze. Comödie und Absolute Entertainment Concert GmbH seien weder wirtschaftlich noch rechtlich miteinander verwoben. Sein Theater habe 2013 solide gearbeitet, "wir haben im Moment keine Sorgen". Er gehe davon aus, dass die bislang geplanten Gastspiele alle im Haus stattfinden werden. "Es gibt ja Verträge." Die von Schepnitz hingelegte Insolvenz nannte er "bedauerlich".

Heumann wird sich in nächster Zeit ausgiebig unter anderem damit beschäftigen müssen, wie beispielsweise die Kartenvorverkäufe der verschiedenen Veranstaltungen laufen. "Ich kann keinen Künstler antanzen lassen, ohne ihn bezahlen zu können", sagte der Insolvenzverwalter. Die Absolute Entertainment Concert GmbH plant bisher noch Veranstaltungen in 15 weiteren ostdeutschen Städten. Davon ist bislang eine ausverkauft: das Gastspiel von Eckart von Hirschhausen am 24. März im Leipziger Gewandhaus.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.01.2014

Torsten Klaus

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