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In Extremo kommen nach Dresden

Mit neuer Platte auf Tour In Extremo kommen nach Dresden

Nachdem die Band im vergangenen Jahr mit ihrem 20. Bandjubiläum schon einige Höhepunkte gesetzt hat, meldete sich In Extremo in diesem Sommer mit ihrem 12. Studioalbum „Quid Pro Quo“ zurück. Am Freitag kommen die Mittelalter-Rocker nach Dresden in den Alten Schlachthof.

In Extremo

Quelle: PR

Dresden.

Zurück ist die Mehrsprachigkeit. Das letzte Einhorn – Sänger Michael Rhein – tobt sich auf Estnisch ordentlich aus. Das akustisch startende „Pikse Palve“ dreht im Verlauf ordentlich hoch und wandelt sich vom klassischen Folkstück mit Hilfe von Schlagzeug und E-Gitarre zu dem Donnergebet, das es auch ist. „Dacw ‘Nghariad“, ein walisisches Volkslied und ebenfalls in Originalsprache dargeboten, punktet mit hörbar metallischem Einschlag, und zum Schluss gibt es noch „Schwarzer Rabe“ auf Russisch inklusive Kosakenchor.

Zurück sind auch die eher simplen, unabdinglichen Trinklieder, die zum guten Ton einer jeden Mittelalter-Combo gehören. Am bezeichnendsten hier ist wohl „Sternhagelvoll“ mit so prägnanten Zeilen wie „Durst ist schlimmer als Heimweh“ und/oder der Wertschätzung für die Lieblings-Kneipe: „Hier bin ich zuhause, hier bin ich ein Mann“. Zum Lied gibt es auf YouTube übrigens ein 360-Grad-Video inklusive Kneipenschlägerei. In eine ähnliche, russisch gefärbte Kerbe haut „Roter Stern“ mit Gastauftritt von Hansi Kürsch (Blind Guardian), der auch ohne bombastischen Gitarrenvorhang und in deutscher Sprache ganz unvergleichlich klingt.

Wieder dabei sind auf „Quid Pro Quo“ die Stücke, die mit einer gehörigen Portion Zynismus punkten. Der gleichnamige Titeltrack des Albums thematisiert Geld und Gier, die im ersten Durchgang unhandlich daherkommende Hymne „Lieb Vaterland, magst ruhig sein“ geht als Anti-Kriegs-Song durch und offenbart nach mehrmaligem Hören eine ganz famos ausgeklügelte Struktur.

Auch bei diesem „Back To The Roots“-Album sind In Extremo nicht um ein Experiment verlegen. So überrascht „Flaschenteufel“ mit erstaunlicherweise perfekt zum Sound passenden Metalcore-Shouts aus dem Munde von Marcus Bischoff (Heaven Shall Burn), dessen Kollege Alexander Dietz währenddessen für das richtige Brett sorgt. Das Album „Quid Pro Quo“ dürfte alle jene In Extremo-Fans mehr als zufriedenstellen, denen der Vorgänger „Kunstraub“ zu hart daherkam. Das nächste Mal in Dresden zu erleben sind die Spielmänner am kommenden Freitag im Alten Schlachthof.

In Extremo: Quid Pro Quo (Vertigo Berlin)
Konzert 14. Oktober, Alter Schlachthof; Tickets im VVK: 40 Euro;
Support: Hämatom

Von Franziska Schmieder

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