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Im Hygiene-Museum feierten Vietnamesen und andere Dresdner Bürger das Tê't-Fest

Im Hygiene-Museum feierten Vietnamesen und andere Dresdner Bürger das Tê't-Fest

Fernöstliche Gerüche, schillernde Festgewänder in allen erdenklichen Farben und musikalische Klänge aus verschiedenen Teilen der Welt - Das Tê't-Fest im Hygiene-Museum ging am Sonnabend als eines für alle Sinne und Nationalitäten zu Ende.

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Der Stabtanz war als eine Variante vietnamesischer Kultur beim Tê't-Fest zu erleben. Im Hygiene-Museum läuteten unzählige Besucher das neue Jahr ein.

Quelle: D. Flechtner

Ursprünglich ist Tê't zwar nur für Vietnamesen der wichtigste Feiertag des Jahres, ähnlich wie bei uns Weihnachten. Dennoch kamen unzählige Dresdner Bürger ohne vietnamesischen Hintergrund zu den Feierlichkeiten, um gemeinsam mit den Vietnamesen das neue Jahr auf fernöstliche Weise zu begrüßen.

"Dass mindestens 50 Prozent der Gäste ohne vietnamesische Wurzeln gekommen sind, um mit ihren asiatischen Mitbürgern zu feiern, zeigt doch, wie gut die Vietnamesen in Dresden integriert sind", sagte Dirk Hilbert, erster Bürgermeister der Stadt, begeistert. Der FDP-Politiker hatte es sich nicht nehmen lassen, beim Dresdner Tê't-Fest vorbeizuschauen. Auch um die vietnamesische Botschafterin Nguyen Thi Hoang Anh zu begrüßen. "Ich bin positiv überrascht, wie bunt gemischt das Publikum ist", sagte sie. Es gebe keine andere Stadt in Deutschland, in der Vietnamesen und Deutsche das Fest so eng miteinander begingen.

Mit dem Tê't-Fest begrüßen die Vietnamesen das neue Jahr, das dem Mondkalender zufolge am 31. Januar begonnen hat. Traditionell besuchen sie dann ihre ältesten noch lebenden Verwandten. Weil für die meisten Dresdner Vietnamesen eine solche Reise aber zu weit ist, hat der Dresdner Verein der Vietnamesen e.V. das Tê't-Fest hier ins Leben gerufen. Inzwischen wurde es zum 15. Mal gefeiert.

Schon vor der Eröffnung am Nachmittag hatten etwa hundert Besucher vor dem Museumseingang Schlange gestanden. Auf dem Festgelände führte sie ihr Weg dann über den "Glücksbasar", vorbei an asiatischen Kalligraphiekünstlern, Teezeremonien und Köstlichkeiten. Aus dem Gewusel der Menge stachen die vietnamesischen Kinder in ihren farbenprächtig bestickten Festgewändern hervor. Für den musikalischen Ohrenschmaus sorgten zunächst aber deutsche Künstler: der Dresdner Peter Till mit seinem Druckluftorchester und die Band "Timeless" mit einer Mischung von Rock bis Swing. Am Abend tauchten die Besucher dann wieder zu den Gesängen der Sängerin Ai Thanh tief in die vietnamesische Kultur ein.

In Dresden leben derzeit nach Auskunft der Stadtverwaltung knapp 3000 Vietnamesen. Damit sind sie gemeinsam mit den Russen die größte Gruppe an Mitbürgern mit ausländischem Hintergrund.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.02.2014

Susann Schädlich

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