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Im Dialog mit dem "Dresdner Totentanz": Neun Künstler stellen in der Dreikönigskirche aus

Im Dialog mit dem "Dresdner Totentanz": Neun Künstler stellen in der Dreikönigskirche aus

Zum Nachdenken über die Endlichkeit eines jeden lädt eine Ausstellung in der Dresdner Dreikönigskirche ein. Neun sächsische Künstler holen ein bis ins Spätmittelalter zurückreichendes Thema mit ihren Bildern in die Gegenwart.

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Dresdner Totentanz mit Wächter, 2013, Mischtechnik von Konstanze Feindt-Eissner, zu sehen bis 17. März in der Dresdner Dreikönigskirche.

Quelle: Dietrich Flechtner

Die Schau, zu sehen bis 17. März, ist als Dialog angelegt mit dem "Dresdner Totentanz", einem Sandsteinfries aus dem Jahr 1534, angebracht im Kirchenraum unter der Orgelempore. Auf zwölfeinhalb Meter Länge zeigt dieses bedeutende Renaissancekunstwerk in seinen 24 Figuren, dass der Tod keinen Unterschied macht nach Alter oder Stand.

"Auf Augenhöhe" lautet der Titel der Exposition. Er bedeutet: "auf gleicher geistiger Ebene, auf mich persönlich bezogen, nicht als Metapher oder auf eine andere Zeit übertragen", wie Angelika Busse vom evangelischen Kunstdienst erläutert, der die Ausstellung organisiert hat.

Die Bilder zeigen den Knochenmann als Teil unseres heutigen Lebens. Sie variieren dieses Thema auf vielfältige Weise: mal nachdenklich, düster, verstörend, aber auch skurril und spielerisch.

Die Midissage ist für den 4. März, 19 Uhr, geplant. Margrit Klatte, Pfarrerin im Kirchspiel Dresden-Neustadt, und Kunstdienstleiter Frank Schmidt werden dann sprechen. Christoph Münchow, der frühere Theologische Dezernent der sächsischen Landeskirche, äußert seine Gedanken zur Ausstellung. Die Musik kommt von Anna Katharina Schumann und Thomas Friedlaender.

Totentanz-Darstellungen gibt es seit dem 15. Jahrhundert. Darauf tanzen Menschen unterschiedlichen Standes einen Reigen mit dem Knochenmann, der sie hinwegrafft. Erläutert wurden die Bilder oft noch durch Verse. Zuerst tauchten diese Bilder in Frankreich auf, in Kapellen, Beinhäusern und an Mauern von Friedhöfen. Berühmt wurde der Baseler Totentanz. Ihren Abschluss fand die Entwicklung mit dem Totentanz von Hans Holbein dem Jüngeren (Lyon 1538). Moderne Künstler wie HAP Grieshaber griffen das Motiv im 20. Jahrhundert erneut auf.

i "Auf Augenhöhe" - Ausstellung mit Werken von Klaus Drechsler, Konstanze Feindt-Eißner, Kerstin Franke-Gneuß, Günter Hein, Matthias Jackisch, Hanif Lehmann, Jürgen Schieferdecker, Christine Schlegel, Reinhard Springer;

Dreikönigskirche Dresden, Hauptstr. 23, bis 17. März, geöffnet Mo bis Fr 9 - 18 Uhr, Sa 10 - 18 Uhr, So 10 - 16 Uhr

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.02.2013

Gärtner, Tomas

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