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Hundred Waters aus Florida debütieren im Thalia

Hundred Waters aus Florida debütieren im Thalia

Noch ist die Referenz-Presse bevorzugt international, denn das US-amerikanische Quintett Hundred Waters begibt sich gerade erst auf großflächige Entdecker- und Entdeckungstour durch Europa und Deutschland.

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Eine gewisse Leichtfüßigkeit ist ihnen eigen: Hundred Waters.

Quelle: PR

Mit dabei begeisterte Artikel aus Elle, New York Times und Pitchfork - sowie ihre selbstbetitelte, im Oktober 2012 erschienene Debüt-CD.

Nicole Miglis (Gesang, Keyboard, Flöte, Percussion), Sam Moss (Gesang, Percussion), Paul Giese (Gitarre, Keyboard, Bass), Trayer Tryon (Electronics, Bass, Gitarre), Zach Tetreault (Drums, Percussion, Trompete) haben sich einem frischen und erfrischenden Mix aus bodenständigem Folk und Electronics verschrieben. Im wahrsten Sinne spielerisch gehen sie mit Klavier, Flöte und Gitarren um, verpacken diese in Beats und Vibes, Geglucker und Gebrodel - denn in jedem Falle steht über den Instrumenten eine tänzelnde Stimme. Nicole Miglis bezeichnet sich selbst als "Melodie-Macherin und Wort-Weberin".

Der britische The Guardian, der Hundred Waters als Nummer 1352 seiner "Band oft he week"-Reihe präsentierte, hört im Projekt aus Florida natürlich gern auch die englische Liedtradition, vor allem in kirchlichen, altpastoralen Vokalmustern, ohne Koryphäen wie Björk beim Begründen der Wahl zu vergessen. Stimmt aber: Das, was an bevorzugter isländischer Symbiose aus Folk-Akustik und Pop-Elektronik ausgemacht wird, darf auch hier überzeugen. Und wenn Feist und Sufjan Stevens als Hör-Geländer genannt werden, geht das ebenso durch.

Die Hundred-Waters-Arrangements sind wie Spiegel, mit Schärfen und Unschärfen, verschwommenen Linien, markanten Strukturen. Mal ist es warme Kleinteiligkeit, mal der dickere Strang mit eiskaltem Zugriff. Mal ein "Sonnet", mal ein "Wonderboom", eine kinderliedhafte Melodie steht neben einer Jazz-Phrase, Ambient neben Dancefloor, Traum neben klaren Bildern. Hundred Waters aus dem sonnigen Gainesville scheinen völlig angstfrei und mit "hundert Wassern gewaschen" zu sein. Auch bei der Labelwahl. Elestial Sounds ist hier bislang noch nicht bekannt geworden. Selbst in den USA nicht, die Band aber fühlt sich "in familiärer Atmosphäre, wo einfach gemocht und das geglaubt wird, was wir tun, wohler, als zusammen mit einer Liste Label-Bands, die dann doch fast das Gleiche machen wie du selbst", sagt Zach Tetreault im Interview.

Früh dran zu heißt meint, dass sich auch Dresden wieder einmal ausgeschlafen zeigt. Wir erinnern uns immer gern an das erste Konzert vom Frauen-Duo Coco Rosie in der Blauen Fabrik und daran, was inzwischen aus ihnen geworden ist. Der direkte Zugriff im kleinen Saal sollte auch im Falle Hundred Waters nicht unterschätzt werden. Andreas Körner

Hundred Waters, Montag, 20.30 Uhr, Thalia

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.11.2012

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