Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Google+
Hotel- und Gaststättenverband kritisiert Gema-Reform - Diskotheken in Dresden unterschiedlich stark betroffen

Hotel- und Gaststättenverband kritisiert Gema-Reform - Diskotheken in Dresden unterschiedlich stark betroffen

Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Sachsen hat die Tariferhöhungen der Musikrechte-Verwertungsgesellschaft Gema scharf kritisiert und das Ende von deren Monopolstellung gefordert.

Voriger Artikel
Dresdner Kulturausschuss zweifelt an 1,7 Millionen Euro jährlich für Forsythe-Company in Hellerau
Nächster Artikel
Nach 43 Jahren spielt die Dresdner Philharmonie zum letzten Mal im Festsaal des Kulturpalastes

Der Musikpark Dresden ist Angaben der Betreiber zufolge von der Gema-Reform massiv betroffen.

Quelle: PR

So starke Kostensteigerungen gefährdeten die Existenz von Unternehmen oder bedeuteten gar das Aus für manche von ihnen, sagte Präsident Helmut Apitzsch am Donnerstag in Dresden. „Wir müssen Lärm schlagen, wenn dieses Stück deutscher Kultur in Gefahr ist.“ Clubs, Diskotheken und Musikkneipen, aber auch Hotels und Gaststätten fürchteten teils „exorbitante und existenzbedrohende“ Gebühren, die die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte dank ihrer Monopolstellung eigenmächtig beschlossen habe.

Von 2013 an sollen Clubs, Diskotheken, Musikkneipen und Veranstalter mit Live- oder Tonträger- und Laptopmusik zehn Prozent des Eintritts an die Gema zahlen. „Im Einzelfall bedeutet das für eine Musikkneipe eine Steigerung von 3000 Prozent“, sagte Dehoga-Hauptgeschäftsführer Frank Lehmann, der von „Mondtarifen“ sprach. "Wir sind massiv davon betroffen", berichtet Dorian Frühwirth vom Musikpark Dresden, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Allerdings wirkt sich die Reform nicht auf alle Clubs und Diskos gleichermaßen aus. "Da bei uns Frauen freien Eintritt haben, würden wir dann weniger an die Gema zahlen müssen", erklärt Thomas Zickmantel, Geschäftsführer des M5 an der Münzgasse in Dresden. Dass sich die Gebühren für ihn seit den 1990er Jahren von 240 DM auf mittlerweile 670 Euro gesteigert haben, bezeichnete er allerdings als "ganz schöne Frechheit".

Der Dehoga-Verband fürchtet ein Diskothekensterben, das Ende kleiner Musikkneipen und die Flucht in die Schwarzgastronomie. „Wir fordern eine klare Aussetzung der erklärten Tarife, weil diese Kostensprünge nicht realisierbar sind.“ Zudem müsse die Gema unter Kontrolle gestellt werden und verhandeln. Mit einer bundesweiten Protestaktion sollen am Sonnabend Öffentlichkeit und Politik sensibilisiert werden:

Fünf Minuten vor Mitternacht wird dann auch in sächsischen Lokalen die Musik abgedreht.

dpa / StS

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur News

Entwirren Sie mit schnellem Auge und flinkem Geist den Buchstabensalat des Rätselspiels! Hier kostenlos im Spieleportal von DNN.de spielen! mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr