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Hitze bedroht Märchentheater in der Dresdner Yenidze

Ausfallende Vorstellungen Hitze bedroht Märchentheater in der Dresdner Yenidze

„Es ist einfach zu heiß in der Yenidze“, klagt Rainer Petrovsky, Geschäftsführer der 1001 Märchen GmbH. In den Monaten April, Mai, Juni und September mussten bereits über 36 Vorstellungen abgesagt werden. Bei Außentemperaturen über 30 Grad Celsius sei es für Künstler und Zuschauer bereits unzumutbar.

Unter der Yenidze-Kuppel wird es zu heiß für Besucher.
 

Quelle: dpa-Zentralbild

Dresden. „Es ist zu einfach heiß in der Yenidze“, klagt  Rainer Petrovsky, Geschäftsführer der 1001 Märchen GmbH. In den Monaten April, Mai, Juni und September mussten bereits über 36 Vorstellungen abgesagt werden. Bei Außentemperaturen über 30 Grad Celsius sei es für Künstler und Zuschauer bereits unzumutbar unter der Kuppel – wie in einem Gewächshaus, so Petrovsky. „Da hilft auch Lüften nichts mehr.“

Schon früher mussten ab und an Kinderveranstaltungen während sommerlicher Mittagssonne abgesagt werden. Doch seit zwei Jahren geht nun bei Hitze auch abends nichts mehr viel. Das liege vor allem an dem schlecht isolierten Dach und an zu wenig Lüftungsschächten. „Natürlich auch daran, dass die Sonne immer kräftiger wird“, so Petrovsky. Die einzige Lösung sei es, dass Dach neu zu decken und mehr Lüftungsschächte einzubauen. „Ich habe diesbezüglich schon vor einiger Zeit mit dem Vermieter gesprochen. Er wollte innerhalb von fünf Jahren das Dach neu decken und die Lüftung erneuern. Aber es ist noch nichts passiert, und ich gehe nicht davon aus, dass es in naher Zukunft geschehen wird“, so der Geschäftsführer des Theaters. Der Vermieter, die Berliner EB Immobiliengruppe, war am Dienstag nicht für eine Auskunft dazu erreichbar.

So langsam bedrohe die Situation auch die Existenz des Märchentheaters, erklärt Rainer Petrovsky. „Wir haben im Sommer schon diverse Ausweichstätten gesucht, wie etwa die Kasematten, das Elefantenhaus im Zoo oder den Glockenspiel-Pavillon. Aber das ist auf Dauer entweder zu teuer oder zu weit entfernt.“ Seine Hoffnung in diesem Jahr lag auf einem kühlen September, doch selbst jetzt staut sich noch die Hitze unter der Kuppel. Deshalb seien die wirtschaftlichen Einbußen für das Theater erheblich.

Zudem sieht der Geschäftsführer ein weiteres Problem. Wenn sich rumspreche, dass im Sommer in der Yenidze nichts geht, wäre das tödlich fürs Geschäft, so Petrovsky. Er hofft nun auf stabile Besucherzahlen im Herbst und vor allem zu Weihnachten, damit er die Verluste aus dem Sommer wenigstens finanziell auffangen kann. Doch ein dauerhafter Zustand sei das auch nicht. „Wir hoffen auf eine Art Wunder“, so Petrovsky.

Die nächsten Aufführungen stehen am Donnerstag an. Im Moment sieht es danach aus, als ob sie stattfinden könnten.

Sebastian Burkhardt

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