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Hintergrund: Das Triptychon „Der Krieg“ von Otto Dix

Hintergrund: Das Triptychon „Der Krieg“ von Otto Dix

Das Triptychon „Der Krieg“ entstand 1929 bis 1932 und ist ein Schlüsselwerk deutscher realistischer Malerei im 20. Jahrhundert. Die drei Holztafeln mit Predella, wie Gemälde unterhalb eines Altarbilds genannt werden, offenbaren in altmeisterlicher Manier die „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“.

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Der Maler Otto Dix.

Quelle: Rolf Kruse

Zu sehen sind der Auszug von Soldaten im Morgengrauen, das Schlachtfeld als Stätte des Todes, die Rückkehr der Krieger aus der Hölle der Schlacht und die Ruhe der Soldaten im Unterstand. Ein Soldat, der einen Verwundeten aus dem Inferno schleppt, trägt die Züge von Dix, der 1915 bis 1918 selbst an der Front war.

Mit dem Monumentalwerk wollte der Künstler am Ende der Weimarer Republik vor den Folgen eines neuen Krieges warnen. Es war 1932 ausgestellt und ab 1933 eingelagert. 1946 wurden die drei Tafeln mit Predella bei der Allgemeinen Deutschen Kunstausstellung in Dresden gezeigt und kamen nach Präsentationen andernorts 1957 als Dauerleihgabe in die Elbestadt. Dort hing das Werk zeitweise im Saal der altdeutschen Meister zwischen Cranach und Dürer.

1967 wurde es für die Ausleihe gesperrt. Dix verkaufte es 1968 für 500.000 D-Mark an seine frühere Wirkungsstätte Dresden. Dafür wurden Gemälde etwa von Corinth oder Dix, altes Meissener Porzellan und Waffen aus dem 16. bis 18. Jahrhundert aus dem Bestand der Kunstsammlungen im Westen veräußert.

dpa

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