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Highfield-Festival stand kurz vor der Absage - die ersten Fans sind schon seit Mittwoch da

Highfield-Festival stand kurz vor der Absage - die ersten Fans sind schon seit Mittwoch da

Großpösna. Auf Campingstühlen sitzen sie vor dem Festival-Eingang und warten darauf, dass es endlich losgeht. Schon am Mittwochabend sind Florian und seine drei Freunde aus Darmstadt zum Highfield-Festival angereist.

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Am Freitag beginnt das Highfield am Störmthaler See. Hunderte Festival-Besucher sind bereits am Donnerstag angereist.

Quelle: André Kempner

Wie hunderte andere Fans ließen sie sich von den Hinweisen des Veranstalters nicht beirren, dass das Camping-Gelände wegen der starken Regenfälle erst am Freitag öffnet. „In den letzten Jahren hieß es auch, man darf erst am Freitag rein. Und trotzdem war der Zeltplatz schon am Mittwoch geöffnet“, meint Florian und trinkt einen Schluck aus seinem Bierbecher.

Doch in diesem Jahr ist alles anders. Das Highfield findet nicht mehr im thüringischen Hohenfelden, sondern in Großpösna bei Leipzig statt. Und zur Premiere haben starke Regenfälle das Festivalgelände am Störmthaler See komplett unter Wasser gesetzt. Sogar die Absage des dreitägigen Musik-Events habe deshalb zur Diskussion gestanden, erklärt Veranstalter Dieter Semmelmann im Gespräch mit LVZ-Online. „Wir haben ernsthaft überlegt, ob wir das Highfield unter diesen Bedingungen überhaupt veranstalten können“, so der Festival-Chef. Zusammen mit der Gemeinde Großpösna habe man sich schließlich für die Durchführung entschieden.

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„Insgesamt sind hundert Mitarbeiter zusätzlich im Einsatz“, so Semmelmann.

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Diskonacht im Zelt abgesagt – Bühne stand komplett unter Wasser

„Wir investieren mehrere hunderttausend Euro, um das Gelände herzurichten“, erklärt der Geschäftsführer von Semmel Concerts. Auf den nassen Wiesen werden Aluplatten verlegt, Wasserlachen abgepumpt und Wege mit Schotter bearbeitet. „Insgesamt sind hundert Mitarbeiter zusätzlich im Einsatz“, so Semmelmann. Und die leisten einen wahren Kraftakt: Mehr als 100 Liter Regen pro Quadratmeter, davon allein 30 am Dienstag, haben das komplette Gelände unter Wasser gesetzt. „Die Camping- und Parkplätze sind regelrecht abgesoffen.“

Auch das große Zelt, in dem die zweite Bühne steht, wurde überschwemmt. „Die Behörden haben es nicht freigegeben. Deshalb mussten wir den Boden rausnehmen, das Wasser absaugen und Schotter auslegen“, so der Festival-Chef. Die für Donnerstagabend angekündigte Diskonacht im Zelt muss deshalb ausfallen – zum Leidwesen der angereisten Fans. „Wir sind enttäuscht. Auf die Disko hatten wir uns schon sehr gefreut“, sagt Litz aus dem thüringischen Lauscha, der in den letzten Jahren Stammgast auf dem Highfield war – wie die Bändchen an seinem Handgelenk verraten. Auch der Leipziger Markus Rehak war bereits in Hohenfelden dabei und ist trotz der Wetterkapriolen optimistisch: „Wir sind ja nicht aus Zucker, schließlich haben wir Heimspiel.“

20.000 Besucher erwartet - Veranstalter korrigiert Prognose nach unten

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Highfield-Veranstalter Dieter Semmelmann ist mit einem Motorroller auf dem Gelände unterwegs. Er rechnet am Wochenende mit rund 20.000 Besuchern.

Quelle: André Kempner

Das Musikprogramm soll am Wochenende wie geplant über die Bühne gehen – mit mehr als 40 Bands, darunter Blink 182, Placebo, Fettes Brot und Billy Talent. Allerdings korrigiert Festival-Chef Semmelmann die Besucherprognose mittlerweile nach unten. „Die geplanten 25.000 werden wir wegen des Wetters wohl nicht erreichen, ich rechne mit über 20.000 Fans.“

Für die frühzeitig angereisten Festivalbesucher hatte das Warten am Donnerstagnachmittag ein vorzeitiges Ende. Für sie wurden ersatzweise Park- und Campingplätze auf einem angrenzenden Areal eingerichtet. „Diese sind etwas weiter weg vom Festivalgelände. Aber um die vorgesehen Flächen nutzen zu können, müssen diese bis Freitag trocknen“, erklärt Veranstalter Semmelmann. Florian und seinen Kumpels ist das egal. „Wir freuen uns auf das Festival“, sagt der junge Mann aus Darmstadt, während hinter ihm ein mit Schotter beladener Lkw hupend vorbeifährt. „Und wir jubeln jedem Laster zu.“

Robert Nößler

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