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Herbert Grönemeyer tritt am Sonnabend im Dresdner Ostragehege auf

Herbert Grönemeyer tritt am Sonnabend im Dresdner Ostragehege auf

Wie war das noch mit den zwei Königskindern? "Sie konnten zusammen nicht kommen." So ging es zuletzt auch Herbert Grönemeyer und den Dresdnern - abgesehen von einem in Rekordzeit ausverkauften Gastspiel in der Semperoper im Jahr 2007 haben sich die nämlich in den letzten Jahren stets knapp verpasst.

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Blick ins Weite: Herbert Grönemeyer.

Quelle: PR

Nachdem im Raum Sachsen vor allem Chemnitz, der Lausitzring und immer wieder das Leipziger Zentralstadion bespielt wurden - das phänomenal verregnete Leipzig-Konzert im vergangenen Juni wurde sogar für den DVD-Mitschnitt der Tour auserkoren -, konnte man sich als Dresdner schon gelegentlich ein wenig übergangen fühlen, der letzte Open-Air-Auftritt hier fand im Jahr 1998 statt. Nicht, dass der Weg nach Leipzig für Fans eine Zumutung darstellte, aber wer in Dresden in den vergangenen Jahren Lust auf die authentische Grönemeyer-Erfahrung bekam, musste sich mit dem zum Auswärtsspiel bei Dynamo gastierenden VfL Bochum vertrösten oder Grönemeyers Bruder Dietrich bei dessen zahlreichen Live-Sprechstunden Anatomie-Fibeln abkaufen. "Halt mich" gesungen hat der allerdings nie.

Diesmal haben es die Dresdner besser erwischt: Nach dreijähriger Konzertpause seit der großen "Zwölf"-Tournee hat Grönemeyer im vergangenen Jahr bereits 16 Arenen bespielt, die Fortsetzung der "Schiffsverkehr"-Tour geht nun auch in Dresden vor Anker. Bevor die Dresdner Liebe zu Deutschlands größtem Musikstar Rost ansetzen kann, wird dieser mit seiner Band am Samstag im Ostragehege, immerhin der größten Open-Air-Fläche der Stadt, für Stimmung sorgen. Vom berechtigen Selbstvertrauen ins neue Material geleitet wird Grönemeyer dabei einen Großteil des letzten Albums im Programm führen, dessen Verkaufszahlen zwar nicht an den Ausnahmeerfolg von "Mensch" (2002) anknüpfen konnten, das aber mit dem dynamischen "Fernweh" oder dem schwermütigen "November" durchaus einige Perlen zu bieten hat. Da ein Grönemeyer-Konzert selten unter drei Stunden dauert, bleibt natürlich - neben des Meisters selbstironischen Moderationen und rhythmischen Spasmen, die mit reichlich Fantasie als Tanz bezeichnet werden können - auch Raum für die Klassiker, ohne die der Fan nicht in die Nacht entlassen wird, also die unvermeidlichen "Männer", das Parkplatz-Dramolett "Mambo" und die folgenschwerste rhetorische Frage der deutschen Pop-Geschichte: "Was soll das?" Wenn Mitternacht naht und bei "Vollmond" der Werwolf losgelassen wird, Herbert ins Falsett wechselt, Norbert Hamm am Bass schwitzt und Frank Kirchner das Saxophon heulen lässt, sollte kein Wunsch offen geblieben sein.

In einem Dresdner Konzertsommer, der mit den Ärzten und Clueso noch so einiges an Rang und Namen aus der deutschen Pop-Landschaft anlockt, darf unser versiertester Silben-Verschlucker als erster sein Revier markieren. Dabeisein lohnt sich. Wieland Schwanebeck

2. Juni, 20 Uhr Ostragehege (Rinne)

Karten an allen bekannten Vorverkaufsstellen,Tickethotline 0341/98 000 98 oder unter www.mawi-concert.de.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.05.2012

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