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Helge Schneider in Dresden: Gelungene Balance zwischen Musik und Quatsch

Helge Schneider in Dresden: Gelungene Balance zwischen Musik und Quatsch

Ein glänzend aufgelegter Helge Schneider hat am Mittwochabend seine Dresdner Fans am Elbufer begeistert. Vor den gut gefüllten Rängen am Königsufer zeigte der Künstler seine Qualitäten als Conferencier.

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Helge Schneider bei seinem Filmnächte-Auftritt 2013.

Quelle: Dominik Brüggemann

Zudem präsentierte Schneider einfach jede Menge Quatsch.

Dabei hat es der 57-Jährige nicht immer leicht. Ein Teil des Publikums brüllt gern nach fünf Minuten ins Programm, weil es den „Udo“ haben möchte. Ein anderer Teil des Publikums freut sich vor allem auf Jazz-Nummern mit Schneiders regelmäßig eingeladenen Gastmusikern. Bei den Filmnächten am Elbufer gelang dem Unterhaltungskünstler jedoch eine hervorragende Balance.

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Helge Schneider bei seinem Auftritt bei den Filmnächten Dresden.

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Einen völlig vernuschelten „Mr. Bojangles“ folgen „Katzenklo“ und „Wurstfachverkäuferin“. Anspruchsvolle Nummern wechseln sich mit alten Hits wie „Meisenmann“ ab. Schneider ist durchaus bemüht, es allen Recht zu machen. Das funktioniert hervorragend, auch da er seiner starken Band – alles „Musiker vom Arbeitsamt Plauen“, wie er mehrfach betont – genug Raum lässt. Dazu tanzt Schneider über die Bühne. Man merkt, dass der Mann durchaus Spaß an diesem Auftritt hat.

Zwischen den Liedern beweist sich Helge Schneider als glänzender Unterhalter. Ganz nebenbei entlarvt er das übliche „Dresden ist die schönste Stadt der Welt“, preist das hiesige „Kartoffelmuseum“ und erweist sich als profunder Kenner des DVB-Straßenbahnnetzes. Man merkt, dass Schneider Stammgast an der Elbe ist. Erst vor gut einer Woche hatte er hier seinen neuen Kinofilm „00 Schneider – im Wendekreis der Eidechse“ exklusiv vorgestellt. Und nur Helge Schneider konnte schon Anfang Juni wissen, dass das Hochwasser noch einmal zurückkehrt, und dass er sein Konzert um einige Wochen nach hinten verlegen musste.

So kommen die Dresdner glücklicherweise in den Genuss von 2 ½ Stunden Konzert. Mit Gaststars geht er dieses Jahr sparsam um. Teekoch Bodo Oesterling und Tänzer Sergej Gleithmann sind mit von der Partie, ansonsten belässt er es bei einem Gastauftritt von Tyree Glenn Jr. Der beim „Telephonmann“ sein Können am Tenorsaxophon beweisen kann.

„Sommer, Sonne, Kaktus“, das Lied mit dem er erstmals die Spitze der Albumcharts erklettert hat, spart sich Schneider fast bis zum Ende auf. Ganz zünden will die Nummer nicht. Vielleicht, weil die Dresdner Nacht da doch schon ganz schön kalt geworden ist. Wenig später verabschiedet sich Schneider in selbige. Die Ansage ist durchaus programmatisch: „Meine Arbeit ist gemacht.“

sl

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