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Gelebte Hoffnung: Benefizkonzert des Sonnenstrahl e.V. in der Dresdner Kreuzkirche

Gelebte Hoffnung: Benefizkonzert des Sonnenstrahl e.V. in der Dresdner Kreuzkirche

Das Benefizkonzert des Sonnenstrahls e. V. in der Kreuzkirche ist mittlerweile eine etablierte Veranstaltung in Dresden. Der Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche kümmert sich um die Patienten und unterstützt aber auch Eltern und Geschwister, wenn die jungen Menschen die Krankheit nicht besiegt haben.

Das Konzert fand bereits zum 15. Mal statt, und über 2500 Zuhörer folgten der Einladung des Vereins. Die Musiker - das Junge Sinfonieorchester des Sächsischen Landesgymnasiums für Musik Carl Maria von Weber - und der Kreuzchor haben es geschafft, dem Anlass entsprechend ein Programm darzubieten, das in Würde Hoffnung und Glauben schenkt.

Außergewöhnliches Engagement des Vereins

Nach dem Einstieg mit Brahms "Tragischer Ouvertüre" begrüßte Pfarrer Joachim Zirkler die Besucher. Er lobte das Engagement des Vereins, und wenn es nach ihm ginge, könne das Benefizkonzert noch weitere 15 Jahre in der größten Kirche Dresdens stattfinden. Auch OB Helma Orosz (CDU), die dieses Jahr die Schirmherrschaft des Abends übernahm, dankte für das "außergewöhnliche Engagement" des Vereins.

Nach den Gruß- und Dankesworten des Vereinsvorsitzenden Peter Musil und des Geschäftsführers Timotheus Hübner folgte der wohl bewegendste Moment: Zum Gedenken an die verstorbenen Kinder und Jugendlichen wurde eine Kerze zum Altar getragen und aufgestellt, die Gäste hatten sich dazu alle erhoben. Direkt im Anschluss, ohne weitere Worte, sang der Kreuzchor "Komm, Jesu, komm" von Johann Sebastian Bach. Der Chor griff die soeben entstandenen Emotionen auf, sang bedächtig und würdevoll. Der bewegende Text der Motette entging niemand in der Kirche.

"Kol Nidrei" von Max Bruch fügte sich nahtlos in das Programm ein. Das langsame Adagio für Violoncello und Orchester war für diesen Anlass überaus passend gewählt. Die junge Solistin Alma Stolte verbreitete Ruhe, spielte zart und lieblich - und mit mehreren offenen Blicken in das Kirchenschiff seitens der jungen Cellistin schien sich mancher Zuhörer noch mehr mit der Musik verbunden.

Das Konzert schloss mit der Messe in C-Dur von Josef Gabriel Rheinberger für Solostimmen, gemischten Chor und Orchester. Unter der Leitung von Kreuzkantor Roderich Kreile musizierten dort Orchester und Chor gemeinsam. Allein die Menge an mitwirkenden Musikern war imposant, kraftvoll und beeindruckend. Während das Kyrie zu Beginn etwas Versöhnliches ausstrahlte, klang das Credo schlichtweg überwältigend. Die Messe schloss mit den Worten "Dona nobis pacem" - gib uns deinen Frieden. Treffender kann ein solches Konzert nicht enden. Einziges Manko: der Beifall zwischen den einzelnen Teilen. Die Messe hätte ihre Wirkung besser entfalten können, wenn sie ohne Unterbrechung und mit Ruhe hätte gespielt werden können.

Dennoch: Das Benefizkonzert traf in mehrerer Hinsicht den richtigen Ton. Musik, die Mut und Hoffnung verbreitet, Musik, die berührt und sich versöhnlich zeigt, mitunter aber auch kraftvoll und gewaltig erklingt - die Programmgestaltung mit all diesen Emotionen war die richtige für den Anlass.

Dank der vielen Besucher und der Unterstützung durch Sponsoren kam eine Spendensumme von knapp 30 000 Euro zusammen. Sie ist für den Verein die Basis, um die psychosoziale Begleitung der Familien krebskranker Kinder kontinuierlich fortzuführen. Daher wäre es umso erstrebenswerter, dass der Wunsch von Pfarrer Joachim Zirkler Realität wird und auch die nächsten 15 Jahre in der Kreuzkirche für krebskranke Patienten musiziert werden darf.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.04.2013

Annette Thoma

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