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Gedenkfeier 17. Juni: Lehmann wies Rechtsextreme in die Schranken

Gedenkfeier 17. Juni: Lehmann wies Rechtsextreme in die Schranken

In einer feierlichen Veranstaltung auf dem Postplatz wurde Sonntagfrüh anlässlich des 59. Jahrestages dem Volksaufstand gegen das SED-Regime am 17. Juni 1953 gedacht.

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Mitglieder des Landtags legen einen Kranz vor das Denkmal am Postplatz.

Verwaltungsbürgermeister Winfried Lehmann hielt in Vertretung für Oberbürgermeisterin Helma Orosz (beide CDU) eine Festrede am Panzerketten-Denkmal, das die Dresdner Künstlerin Heidemarie Dreßel 2008 zum Gedenken an den 17. Juni schuf.

Die Panzerkette symbolisiert die Gewalt der damaligen russischen Besatzungsmacht, die unter anderem mit schweren T-34-Panzern den Aufstand niederschlug. "Eine Diktatur zu überwinden und eine Demokratie aufzubauen sind die schwierigsten Aufgaben, denen sich eine Gesellschaft stellen kann. Wir sollten unsere Geschichte in Erinnerung behalten, denn es ist wichtig diese Errungenschaften zu verteidigen", mahnte Lehmann an.

Schüler des Heinrich-Schütz-Konservatoriums sorgten bei der Gedenkfeier für den musikalischen Rahmen. Der Schauspieler Martin Sommer las Zeitzeugenberichte aus dem Buch "17. Juni 1953 - Ein Lesebuch" und machte so die damaligen Ereignisse greifbar. Auch dieses Jahr versuchten etwa 30 Rechtsextremisten, die Gedenkfeier für ihre Zwecke zu missbrauchen. Lehmann kritisierte diesen Versuch der Vereinnahmung. "Wir lassen diesen Missbrauch nicht zu! Dresden eignet sich nicht als Aufmarschplatz für Extremisten - nicht im Februar, nicht im Juni und zu keinem anderen Zeitpunkt", sagte Lehmann.

Eine Kranzniederlegung war nicht vorgesehen, um zu verhindern, dass offizielle Gebinden neben denen der NPD-Anhänger liegen. Einige Demonstranten hatten sich auf der anderen Straßenseite positioniert und protestierten mit Transparenten gegen die Teilnahme der Neonazis an der Veranstaltung. Gegen Mittag zogen diese in einem Demonstrationszug über die Budapester und Freiberger Straße. Trotz vieler kleinerer Proteste kam es zu keinen Ausschreitungen. hh

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.06.2012

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