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Gábor Boldoczki vor seinem Debüt mit der Dresdner Philharmonie

Gábor Boldoczki vor seinem Debüt mit der Dresdner Philharmonie

Festlich schmetternde Passagen, Virtuosität, warme, klangschöne Kantilenen oder verfremdete, skurrile Töne: Diese und noch viele andere Ausdrucksmittel stehen dem 36-jährigen ungarischen Trompeter Gábor Boldoczki zur Verfügung, wie es sein weitgespanntes Repertoire von Barock- bis zur zeitgenössischen Musik erfordert.

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Gábor Boldoczki

Quelle: Marco Borggreve

Von seinen Vorzügen konnte sich das Publikum im vergangenen Jahr bei seinem Dresden-Debüt in der Reihe "Instrumentalstars im Konzert" in der Frauenkirche überzeugen. An diesem Sonnabend und Sonntag debütiert Gábor Boldoczki nun bei der Dresdner Philharmonie. Aus diesem Anlass sprach Livia Neugebauer für DNN mit dem sympathischen Künstler.

Frage: Wie begann für Sie das neue Jahr?

Gábor Boldoczki: Sehr gut! Ich hatte schöne Konzerte im Münchner Herkules-Saal und danach in Luzern mit den Dresdner Kapellsolisten, die ich schon vor Jahren kennengelernt habe. Es war ein sehr erfreuliches Wiedersehen mit den ausgezeichneten Musikern. Zu unserer Verständigung genügten wenige Proben, und ich hoffe, dass wir uns in Ungarn wiedersehen werden.

Nun bereiten Sie sich auf Ihr Debüt bei den Dresdner Philharmonikern mit einem besonders interessanten Programm vor. Wie ist diese Zusammenarbeit zustande gekommen?

Das Orchester gab während einer Europa-Tournee auch in Budapest ein wunderbares Konzert. Bei dieser Gelegenheit habe ich mit dem Intendanten und dem Orchestervorstand Pläne für ein Gastspiel geschmiedet. Ich bin sehr glücklich, dass in der Folgezeit mein Vorschlag angenommen wurde, das Konzert für Trompete und Orchester op. 31 von Fazil Say und Dmitri Schostakowitschs Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester c-Moll op. 35 aufzuführen.

Ich war 2010 bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern "Artist in Residence" und konnte mich für zwei Auftragswerke entscheiden. So entstanden für mich das Trompetenkonzert meines Landsmannes László Dubrovay und das eben erwähnte Werk von Fazil Say.

Haben Sie Einfluss auf das Entstehen dieses Konzertes genommen?

Ja, wir hatten ständig Kontakt miteinander. Im Laufe dieses angenehmen Zusammenwirkens ist nicht nur ein ausgezeichnetes Werk, sondern auch eine große Freundschaft entstanden. Darum freue ich mich auch besonders, dass wir Schostakowitschs sehr tiefgründiges und wirkungsvolles Konzert für unsere beiden Instrumente in Dresden interpretieren können. Beide Werke haben wir schon mehrmals zusammen gespielt, u.a. auch in sehr schönen Konzertsälen in Fazils Heimat Türkei.

Haben Sie auch schon mit Chefdirigent Michael Sanderling zusammengearbeitet?

Wir hatten vor einigen Jahren mehrere gemeinsame Konzerte in Potsdam. Ich habe ihn als einen äußerst sympathischen Menschen und großartigen Musiker kennengelernt. Er ist ja außerdem ein hervorragender Cellist, und das wirkte sich sehr positiv auf sein feinfühliges Begleiten aus.

Sie haben schon am Anfang Ihrer Karriere mehrere große Wettbewerbe gewonnen. Geben Sie Ihre Erfahrungen nun auch dem Nachwuchs weiter?

Ich bin seit 2010 Professor an der berühmten Budapester Musikakademie, wo ich selbst bis vor zwölf Jahren studiert habe. Diese Arbeit macht mir große Freude, obwohl sie viel Energie und Zeit kostet, aber man bekommt auch viel zurück, lernt immer noch dazu.

Wie viele Stunden üben Sie täglich?

Um meine Lippen zu schonen, nur zwei bis drei Stunden. Ich arbeite die Werke aber sehr intensiv gedanklich durch und singe den Trompetenpart vor den Konzerten.

Haben Sie in der Musikliteratur besondere Vorlieben?

Nein, ich liebe die Abwechslung und möchte mich nicht spezialisieren.

Was steht nach den Konzerten in Dresden auf Ihrem Plan?

Ich habe Konzerte im Concertgebouw Amsterdam und produziere anschließend bei SONY meine siebente CD.

Konzerte: Sonnabend und Sonntag, jeweils 19.30 Uhr, Schauspielhaus

Werke von Fazil Say (*1970), Dmitri Schostakowitsch und Mozart. Dresdner Philharmonie, Dirigent: Michael Sanderling, Solisten: Gábor Boldoczki, Trompete, und Fazil Say, Klavier

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.02.2013

Livia Neugebauer

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