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Freiraum Elbtal verweigert Vermessern Zutritt zum Gelände am Puschkin-Platz

Freiraum Elbtal verweigert Vermessern Zutritt zum Gelände am Puschkin-Platz

Das wissen die Mitglieder des Freiraum Elbtal e.V. seit August 2012. Zum 30. Juni wurde seitens des Vermieters der Vertrag für das Gelände am Alexander-Puschkin-Platz in Dresden-Pieschen gekündigt.

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Quelle: Julia Vollmer

Sie müssen raus. Nun kommt in die Diskussion um den gekündigten Mietvertrag und den damit verbundene Auszug des Vereins Bewegung.

Als am Dienstag von der Dresden-Bau beauftragte Vermesser auf dem Gelände auftauchten, wurde ihnen von den Vereinsmitgliedern der Zutritt verweigert. „Wir haben am Samstag einen Brief mit der Ankündigung des Besuchs der Vermesser bekommen. Uns drei Tage vorher zu informieren, ist völlig unangemessen“, so die Vereinsvorsitzende Jaqueline Muth. Mit dieser Begründung hatte der Verein die Vermessungsingenieure vom Gelände verwiesen. Man habe sie höflich informiert, dass sie das Außengelände nicht aber das angemietete Gelände selbst, vermessen dürften. Die Vereinsmitglieder hatten sich unterdessen zum gemeinsamen Frühstück versammelt.

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Protestfrühstück beim Freiraum Elbtal

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Wie in jeder Mietwohnung müssen sich auch bei dem Vereinsgelände die Vermieter mindestens zwei Wochen vorher anmelden, wenn er das Gelände betreten wolle. Die Vereinsmitglieder bemängelten vor allem eine fehlende Einbeziehung ihrer Interessen bei der Neuplanung des Geländes. Man sei aber zu Gesprächen bereit und wolle nun zusammen mit Dresden-Bau einen neuen Termin für die Vermessung finden, so Muth.

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Das Bandhaus auf der Gasanstaltstraße in Reick.

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Johannes Lichdi, Grünen-Landtagsmitglied, sagte auf Anfrage: „Die Freiräume sind ein wichtiges Thema für die Stadtentwicklung. Man darf die Vereinsmitglieder nun nicht einfach ihrem Schicksal und der privaten Immobilienwirtschaft überlassen.“ Lichdi sieht auch die Stadtverwaltung in der Pflicht: „Die Aufgabe der Stadt wäre es, diese Initiativen zu schützen und zu fördern. Denn ihr Aussterben schadet der Ausstrahlung sowie dem Ruf der Landeshauptstadt als attraktive kulturelle Metropole.“

Wie DNN-Online berichtete, erhielt der Verein Anfang des Jahres die Kündigung. „Im Sommer läuft unser Mietvertrag für das Gelände an der Leipziger Straße aus“, berichtet Jacqueline Muth. Seit 2005 siedelten sich Künstler, Handwerker und Familien auf dem 12.000 Quadratmeter großen Gelände an der Elbe an. Der Masterplan Leipziger Vorstadt der Stadt Dresden sieht „für das Hafenareal sowie das anschließende Elbufer südlich der Leipziger Straße die Planung einer großzügigen Elbpromenade vor. Gleichzeitig sollen hochwertige Angebote entstehen, die der einmaligen Lage und dem Potential des Neustädter Hafens Rechnung tragen.“

Nun suchen die dort bislang angesiedelten Künstler händeringend ein neues Domizil. „Wir sind auf der Suche nach einem möglichst großen Gelände, damit unser Verein, der zusammen gewachsen ist, nicht auseinander gerissen wird. Aber die Immobiliensuche gestaltet sich als sehr schwierig, da die Mietpreise in Dresden extrem angestiegen sind“, ärgert sich Muth. Der Verein würde sich mehr Unterstützung seitens der Stadt wünschen. „Unsere Arbeit ist wichtig für die Entwicklung unseres Stadtviertels, doch leider steht oft nur der Gewinn im Vordergrund“, so Muth weiter. Eine Flucht aufs Land komme für die Vereinsmitglieder nicht in Frage. Man wolle in der Nähe des kulturellen Lebens der Großstadt bleiben.

Julia Vollmer

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